Arbeitsunfähigkeits­bescheinigung einreichen: warum denn nicht digital mein Kind?

Meine Oma als Digital Native

Ich war neulich krank. Das kommt nicht oft vor. Aber es kommt eben vor.

Und wenn man dann schon einmal krank ist, fühlt man sich nicht gut. Und worauf man dann am wenigsten Lust hat, ist es, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zu versenden. Logisch eigentlich. In Richtung der d.velop reicht ein kurzer Anruf und man wünscht mir „Gute Besserung.“ Die Krankenkasse könnte ich zwar auch anrufen aber das ist (glaube ich…) nicht das, was die wollen. Die wollen den AU Beleg. Als Papierversion. Und ein „Gute Besserung liebe Frau Sandscheper!“ wäre auch eine Überraschung.

Das bedeutet also Briefchen fertigmachen und jemanden bitten, diesen zur Post zu bringen. Man selbst ist ja krank. Ich glaube das wird in diesem Prozess oft vergessen.

Ich bat also meine Oma dies für mich zu erledigen. Am wenigsten erwartet hätte ich dann ihre Reaktion: „Ach Rabea, wenn man das doch scannen und per E-Mail versenden könnte.“ Da war ich platt. Hatte ich nicht erwartet.

Warum eigentlich nicht?

Wir gehen wohl  immer noch zu oft davon aus, dass ältere Menschen keinen Bezug zur Informationstechnologie haben und sehen eher die Klischee-Omis welche schon mit ihrem Großtasten-Mobiltelefon Probleme haben.

Aber das ist nicht mehr so:  Ein Großteil der Generation 60+ ist mittlerweile schon seit Jahrzehnten mit Personal-Computern und dem Internet vertraut. Die wissen eine ganze Menge und erwarten geradezu digitale Dienste. Und wenn man dann überlegt, wie viele Erleichterungen digitale Kommunikation gerade dann bringen kann, wenn man vielleicht körperlich nicht mehr ganz so mobil ist… Ist doch großartig.

Nun bleibt mir also nur noch mit meiner Oma ein Fachgespräch darüber zu führen, dass E-Mail Versand von gescannten Dokumenten eigentlich „mega-out“ ist, denn noch einfacher wäre es, wenn meine Krankenkasse die direkte und sichere digitale Dokumentenzustellung über einen Dienst wie foxdox ermöglichen würde.

Einen gewissen Informationsvorsprung habe ich eben doch.

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