[Interview] Marcus Oberfeld verrät, wie GREIWING den Zugriff ihrer Dokumente in die Cloud meisterte

Veröffentlicht 07.04.2022
Geschätzte Lesezeit 3 Min.

Marcus Oberfeld Leiter IT-Abteilung GREIWING logistics for you

Hochsilos als Beitragsbild für ein Interview mit Greiwing

Der Logistik-Spezialist GREIWING in Greven steigt teils tief in die Wertschöpfungskette seiner Auftraggeber ein, etwa bei den Themen Sortieren, Homogenisieren oder Trocknen von Granulaten. Um sich zuverlässig einarbeiten zu können, nutzt GREIWING das Spezialwissen und die Erfahrung, die das Unternehmen der Silologistik seit seinen Anfängen 1930 angesammelt hat. Dabei lässt GREIWING sich helfen – von der eigenen IT-Landschaft. Diese befindet sich seit Ende der 2010er-Jahre in einem Transformationsprozess. Mehr und mehr Systeme wandern in die Cloud. Marcus Oberfeld, Leiter IT und Organisation bei GREIWING, hat sich unseren Fragen gestellt und gibt einen spannenden Einblick in das Projekt.

Wir wollten uns mehr und mehr auf fachliche IT-Aufgaben konzentrieren, die im Logistik-Bereich liegen. Server unterhalten kann jeder, aber wir haben firmenspezifisches Wissen, das wir auch anwenden wollen.

Marcus Oberfeld
Leiter IT und Organisation | GREIWING

Die d.velop cloud erweist sich als hochperformant

Die d.velop AG konnte sich bei GREIWING als Anbieter einer Cloud-Lösung einbringen, der branchenspezifisches Fachwissen mitbringt. Zudem erwies sich die d.velop cloud als hochperformant – die Mitarbeiter bekamen die Dokumente also genauso schnell angezeigt, wie sie es gewohnt waren. Für den Transfer der 14 Terabyte Daten (Stand: Februar 2022) buchte GREIWING bestimmte Zeitfenster nach Feierabend und am Wochenende beim Internet-Provider, und so konnte die Migration innerhalb von rund drei Monaten abgeschlossen werden. Im Zuge der Migration richtete GREIWING zudem weitere Module ein, wie die digitale Eingangsrechnung.

Vorteile für die Migration in die Cloud

  • Daten hochverfügbar, redundant und sicher aufbewahrt im Rechenzentrum in Frankfurt
  • Keine eigene entsprechende Server-Struktur mehr notwendig
  • IT-Arbeitskraft wird für neue Projekte frei
  • Notwendigkeit, neue Fachkräfte zu finden, wird weniger dringend
  • Idealer Schutz gegen Katastrophen wie Hochwasser

Der Umzug in die Cloud setzt natürlich Arbeitszeit frei, und durch die digitale Eingangsrechnung sieht man, wenn hier oder da Belege nicht freigegeben wurden. Das erkennt die Finanzbuchhaltung und kann reagieren. So sind unsere Skontoerlöse deutlich nach oben gegangen.

Marcus Oberfeld
Leiter IT und Organisation | GREIWING

3 Fragen zum Projekt an Marcus Oberfeld

Herr Oberfeld, digitale Neuerungen haben es ja oft nicht ganz einfach in der Belegschaft. Wie haben Sie das erlebt?

Marcus Oberfeld: Einer der Vorteile unserer neuen digitalen Eingangsrechnung: Die Kollegen können die Belege immer und überall einsehen. Auch mobil. Das heißt, dass sie auch mit dem Smartphone am Flughafen Rechnungen freigeben können. Die Idee kam aus der Belegschaft. Da haben wir gemerkt, dass unsere Leute das begriffen haben.

Stichwort digitale Eingangsrechnung: Wie nutzen Sie das Automatisierungs-Potenzial des Systems denn noch?

Marcus Oberfeld: Für debitorische Gutschriften zum Beispiel. Das ist eine automatische Prüfung. Wenn uns ein Kunde eine Gutschrift schickt, scannen wir die ein und prüfen die auf Übereinstimmung in unserem SAP. Dann schauen wir uns nur diejenigen Fälle nochmal manuell an, bei denen es Abweichungen gibt. Wenn die Gutschrift zu 100 Prozent übereinstimmt, wird die automatisch gebucht und freigegeben. Das ist gerade bei Großkunden interessant, mit mehreren tausend Positionen im Monat. Das hilft uns enorm bei der Rechnungsverarbeitung. Natürlich können wir alle Gutschriften im System sehen, auch die fehlerfreien, wir können aber eben auch nach Ungereimtheiten und Rundungsfehlern filtern und uns diese anzeigen lassen.

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Wie hat sich die Digitalisierung auf die Arbeitsplätze ausgewirkt?

Marcus Oberfeld: Wir haben noch keinen Arbeitsplatz weg digitalisiert, ganz im Gegenteil. Die Zahl der Arbeitsplätze steigt. Nur ohne die Digitalisierung hätte die Zahl viel mehr steigen müssen. Aber hier hat niemand Angst, dass ihm Arbeit weggenommen wird. Da erfahren wir eine sehr gute Unterstützung durch die Belegschaft. Wir setzen die IT ja auch nur ein, um Prozesse zu unterstützen. Da merken unsere Mitarbeiter, dass sie das nach vorne bringt, dass Zeit frei wird für andere Aufgaben in der Logistik.