Das sind die vielversprechendsten Innovationen in der ERP-Technologie

Ein Gastbeitrag von Alfred Rinaldi, freier Journalist für die Themen Business, Wirtschaft und Autos.

Die technologische Revolution schreitet immer rascher voran – und das Enterprise Resource Planning (ERP) ist ganz vorne mit dabei.

Innovation und ERP-Technologie sind untrennbar verbunden. Denn die Einführung eines cloud-basierten ERP-Systems ist schon an sich eine Neuerung, die dazu geeignet ist, ein Unternehmen auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen. Scott Boedigheimer, VP Sales Stoneridge Software, nennt hierzu im ERP Software Blog fünf spezifische Prozesse:

1.) Ein cloud-basiertes ERP konsolidiert vormalig nicht kompatible Systeme. Es ist keine Seltenheit, dass ein Unternehmen 30 verschiedene Anwendungen nutzt – was an anderer Stelle sehr schön als “unverbundene Dateninseln” beschrieben wurde. Wird ein ERP-System eingeführt, besteht zum ersten Mal überhaupt die Möglichkeit einer allumfassenden horizontalen und vertikalen Sicht auf das Unternehmen.

2.)  Alle Abläufe im Unternehmen können und sollten bei der Einführung eines ERP auf den Prüfstand gestellt werden: der gesamte Betrieb wird optimiert.

3.) Durch die erstmalige Verfügbarkeit von Informationen in Echtzeit kann ein Unternehmen wesentlich agiler handeln, sein Service-Angebot oder seine Produktpalette Kundenwünschen rasch anpassen und wesentlich bessere Entscheidungen fällen.

4.) Wenn allen Abteilungen alle relevanten Informationen in Echtzeit zur Verfügung stehen (zum Beispiel auf einem Dashboard), verbessert sich die Zusammenarbeit dramatisch. Gibt ein Kunde bei einem Kollegen im Außendienst eine Bestellung auf, weiß die Abteilung, die den Auftrag ausführen muss, sofort Bescheid – und kann, falls nötig, über Chat-Funktionen wie zum Beispiel Chatter von Sage Live direkt Rückfragen an den betreffenden Kollegen stellen. Auch kann so jeder Mitarbeiter Vermerke zu einem Vorgang einsehen oder anlegen.

5.) ERP-Systeme übernehmen eine Vielzahl manueller und Routine-Aufgaben. Dadurch gewinnen die Mitarbeiter wertvolle Zeit, die sie auf das zukünftige Wachstum ihres Unternehmens verwenden können, indem sie sich auf weitere Optimierungen und Innovationen konzentrieren.

Soweit also der Stand der Dinge – doch das ist nur der Anfang. Ann Grackin von ChainLink Research macht 7 Megatrends für ERP-Technologie aus:

Quelle: TechTarget

1.) Immer mehr ERP-Anwendungen werden – wie Sage Live schon heute – ein natives Tool beinhalten, dass es den Mitarbeitern erlaubt, direkt und problemlos miteinander zu kommunizieren. Die Zeiten, in denen die linke Hand nicht wusste, was die rechte Tat, gehören bald der Vergangenheit an.

2.) ERP-Technologie wird auch immer häufiger Internet-of-Things-Anwendungen beinhalten. So werden sie den Energieverbrauch in Gebäuden steuern, schwer zugängliche Arbeitsplätze (wie zum Beispiel im Bergbau) überwachen und sichern, sowie autonome Fahrzeuge steuern. Tatsächlich sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt.

3.) Allein schon das GPS war eine bahnbrechende Neuerung – doch wird diese Technologie immer ausgefeilter. Das geospatiale Kontextbewusstsein (geospatial context awareness) berücksichtigt nicht nur den Standort eines Objekts, sondern auch dessen Umgebung wie zum Beispiel das Wetter, Verkehr und geopolitische Bedingungen in Echtzeit. “Fortgeschrittene Geo-Anwendungen gehen über statische Karten hinaus und können dynamische, lebendige Geodaten liefern”, so Grackin.

4.) Das Complex Event Processing (CEP) stellt eine sehr fortgeschrittene Variante der Datenanalyse dar, die zur Zeit vor allem im Finanzwesen seine Anwendung findet. Hierbei werden Daten und Datenströme auf kausale Zusammenhänge untersucht, deren sich ein Unternehmen unter Umständen gar nicht bewusst war. Dies kann einen entscheidenden Informationsvorsprung liefern.

5.) Schon jetzt ist ganz klar zu erkennen, dass die digitale Fertigung (3D-Printing) für die Steuerung durch ein ERP prädestiniert ist. So können maßgeschneiderte Teil- oder Endprodukte auf Bestellung sofort hergestellt werden.

6.) Immer häufiger werden Strichcodes von RFID abgelöst – der radio frequency identification. Hierbei handelt es sich um Sticker, die mithilfe eines individuellen elektromagnetischen Felds ein Objekt kennzeichnen und weitere Informationen beinhalten können. Das System kommt nicht nur in der Logistik zur Anwendung – mit ihm lässt sich auch die Zugangsberechtigung diverser Mitarbeiter per ERP steuern. Das ist besonders wichtig, wenn ein Unternehmen individuelle Bereiche wie Labors und Entwicklungsabteilungen besonders schützen will.

7.) Auch Wearables werden immer mehr mit ERP-Systemen integriert. Gerade, wenn ein Mitarbeiter für einen Arbeitsprozess beide Hände benötigt, kann eine Datenübermittlung oder Freisprechanlage über Google Glasses oder ähnliche Produkte die Abläufe wesentlich erleichtern. Auch Sage Live ist mit der Apple Watch kompatibel – so erteilen Mitarbeiter zum Beispiel Genehmigungen locker aus dem Handgelenk.

Ein weiterer Trend sind Chatbots und die künstliche Intelligenz. Schon längst in unseren Wohnzimmern angekommen, sind diese neuen Technologien selbstverständlich auch für ERP-Anwendungen interessant. So ist Pegg von Sage der erste Chatbot für die Finanzbuchhaltung überhaupt. Er fungiert als intelligenter Assistent, mit dem sich Einnahmen und Ausgaben über Messaging-Apps wie Facebook Messenger oder Slack steuern lassen. Hierbei lernt das System als Ganzes dank künstlicher Intelligenz ständig hinzu und optimiert sich selbst. Stichwort: the intelligence of crowds.

Mit den richtigen Partnern Dateninseln miteinander verbinden

Zuallerletzt zeichnen ein skalierbares ERP-System auch starke Technologiepartner aus. Die richtigen Integrationen helfen die eingangs zitierten „unverbundenen Dateninseln“ noch leichter zu vermeiden. Mit einer Dokumentenmanagement-Software, wie d.velop documents for Sage Live, werden ERP-Systeme endgültig zur Drehschreibe für Informationen in Unternehmen. Mitarbeiter können jederzeit auf aktuelle Versionen von Dokumenten zurückgreifen, behalten den Überblick über Ihre Prozesse und steigern so ihre Effizienz. Dass alles, während die Software durch die automatische Archivierung von Belegen hilft, allen Anforderungen der GoBD nachzukommen. Denn bei allen Innovationen, Neuerungen und Megatrends gilt es den Blick für die gesetzlichen Grundlagen und Aufbewahrungsfristen nicht aus dem Auge zu verlieren.

Ganz sicher stehen wir erst am Anfang einer nie dagewesenen Revolution. Deswegen ist es unerlässlich, dass Unternehmen sich einer skalierbaren und zukunftsfähigen ERP-Technologie bedienen – inklusive starker Partner. Es bleibt also spannend.

Mehr zu d.velop documents for Sage Live

Thomas Buddendick

Inbound Marketing Manager, d.velop AG