Entscheider am Steuer – So motivieren Sie Ihre Führungskräfte für die Digitalisierung!

Digitale Technologien sind in fast allen Lebens- und Arbeitsbereichen angekommen. Auch der Wirtschaftsstandort Deutschland hat sich die Digitalisierung als wichtigste Aufgabe auf die Fahne geschrieben. Wie kommt es dann, dass wir im internationalen Vergleich noch weit entfernt sind von den oberen Spitzenrängen?

Egal, ob E-Mail-Management, Eingangsrechnungsverarbeitung, Personalakten oder Vertragsmanagement. Viele Geschäftsprozesse im Unternehmen lassen sich heute digital effektiver und effizienter abbilden. Die Verantwortung solche Digitalisierungsvorhaben zu initiieren, liegt in erster Linie bei den jeweiligen Fachabteilungsleitern. Noch sind allerdings viele Geschäftsbereiche nicht durchgängig digitalisiert. Dabei ist gerade jetzt Schnelligkeit und Agilität bei der Umsetzung gefragt, um sich im Rennen der Digitalisierung wichtige Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Innovation und digitaler Fortschritt im Unternehmen wird demzufolge stark vom Denken und Handeln der jeweiligen Entscheider in den Fachabteilungen beeinflusst.

Damit interne Entscheidungsprozesse beschleunigt werden und das eigene Unternehmen schnellstmöglich auf digitale Denk- und Arbeitsweisen umgestellt wird, sollten CEO und CDO ein paar Tipps zum Umgang mit den unterschiedlichen Entscheidertypen beachten.

Diese verschiedenen Führungstypen gilt es zu überzeugen!

Der Heizer

„Lasst uns das so schnell wie möglich umsetzen!“

Fahrstil:

Er ist ein Speed-Junkie. Die anderen lässt er weit hinter sich, ohne nach links und rechts zu schauen. Er will immer der Schnellste sein, koste es was es wolle. Gerne werden dabei ein paar grundlegende Verkehrsregeln verletzt. Er lässt die Reifen heiß laufen, überfordert den Motor und unterschätzt Gefahrensituationen. Aus diesem Grund wird sein Fahrstil des Öfteren mit teuren Knöllchen bestraft. Ein kompletter Motorschaden wird riskiert.

Manchmal macht der Heizer vieles richtig, indem er einfach „fährt“. Ist das Auto sicher und der Gurt angelegt, dann kann der Heizer Gas geben, ohne einen technischen oder finanziellen Schaden zu riskieren. Nur wer den Mumm hat „auch mal was zu riskieren“, hat die Nase im Rennen vorn. Aber nur mit durchgedrücktem Gaspedal zu fahren, kann schnell gefährlich werden.

Tipp:

Software im Unternehmenskontext sollte vor allem eines sein: Sicher. Gesetze und Richtlinien, wie die GoBD und das eHealth Gesetz ändern sich regelmäßig. Hinzukommen komplett neue Anforderungen wie die EU DSGVO.  Ein breiter Funktionsumfang ist zwar häufig wünschenswert – aber nicht immer rechtskonform. Bringen Sie den Entscheider gleichzeitig dazu, die Notwendigkeit von Funktionen zu hinterfragen. Damit in der Eile Budget nicht unnötig verheizt wird. Jetzt steht dem gemeinsamen Streckensieg nichts mehr im Wege.

 

Der Spritsparer

„Wir müssen die Kosten im Auge behalten!“

Fahrstil:

Er hat gerne alles im Blick, vermeidet ungünstige Situationen und ist immer darauf bedacht Sprit zu sparen – auch wenn’s mal länger dauert oder später wird. Er nimmt gerne das Rad anstelle des Autos.

Dem Spritsparer muss veranschaulicht werden, ab welchem Kilometer es sich rechnet, eine Gasanlage einzubauen. Erst dann scheut er das Investment nicht und fiebert dem Break-Even-Point erwartungsvoll entgegen.

Tipp:

Beim Spritsparer wiegen Verluste schwerer als Gewinne. Es gilt, dem Entscheider den eindeutigen wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung vor Augen zu führen. Zeigen Sie auf, warum selbst bewährte analoge Prozesse aus ökonomischer Perspektive nicht länger sinnvoll sind. Digitalisierung ist mehr als nur innovativ – sie ist effizient. So kann das Unternehmen beispielsweise beim Einsatz einer digitalen Eingangsrechnungsverarbeitung bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen.

 

Der Innovative

„Wie lassen sich Prozesse optimieren und verschlanken?“

Fahrstil:

Er hat stets einen guten Überblick über neueste technische Entwicklungen. Er hinterfragt, wie sich Auto und Fahrtechnik weiter optimieren lassen. Er ist Fan vom Fahrspur-Assistenten und Start-Stopp-Automatik. In seinen Augen sollte sich das Autofahren so einfach und unkompliziert wie möglich gestalten. Er würde sich demnächst gerne ein Elektroauto zulegen.

Der Innovative ist derjenige, der die Digitalisierung vorantreibt. Oftmals hat er einen guten Blick über Prozesse im Unternehmen und erkennt, an welcher Stelle noch Optimierungspotenzial besteht. Er ist immer auf der Suche nach Möglichkeiten, Prozesse zukünftig einfacher, schneller und nachhaltiger gestaltet werden können.

Tipp:

Diskutieren Sie mit diesen Typen auf einem hohen technischen Niveau. Schlagen Sie auch innovative Lösungen, wie Cloud-Angebote, vor. Der gemeinsame Nenner sollte eine schlanke und maßgeschneiderte Software sein, die echte Mehrwerte bietet. Der innovative Entscheider wird dann dafür sorgen, dass andere Fahrer so begeistert sind, dass sie die Technik zukünftig auch nicht missen möchten.

 

Der Vielfahrer

„Welches Produkt ist das Beste?“

Fahrstil:

Er setzt auf das richtige Transportmittel. Anhand von Erfahrungswerten entscheidet er je nach Anlass, ob er schnell, sicher oder günstig transportiert werden möchte. Aufmerksam verfolgt er morgens im Radio die Verkehrsnachrichten. Er überlegt täglich aufs Neue, ob er sich selbst hinter das Steuer setzt, eine Mitfahrgelegenheit sucht oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt.

Genau wie der Innovative hat der Entscheider verstanden, dass Digitalisierung ein Muss ist. Es geht nur noch darum, die beste technische Lösung zur Unterstützung der Unternehmensziele zu finden. Er hat guten Überblick über den Markt der Lösungsanbieter und stets die Bedürfnisse der Zielgruppe im Blick.

Tipp:

Jetzt gilt es nur noch gemeinsam eine vorteilhafte Lösung zu finden. Und los geht´s.

 

Der Vorsichtige

„Wie sicher sind unsere Daten?“

Fahrstil:

Der skeptische Sicherheitsfanatiker. Alles an seinem Fahrzeug ist TÜV geprüft. Er weiß, um jede potentielle Panne und kalkuliert automatisch das Unfallrisiko. Aus diesem Grund nutzt der Vorsichtige bevorzugt sichere, altbekannte Wege. Er nimmt nur ungern Abkürzungen über unbefestigte Straßen aus Angst vor Schäden am Auto.

Tipp:

Stellen Sie dem Partner einen Lösungsanbieter mit branchenspezifischen Fachkenntnissen zur Verfügung, der darüber hinaus den deutschen und europäischen Rechtsrahmen kennt und mit hiesigen Rechenzentren zusammenarbeitet. Dennoch sollte der Datenschutz nicht als Hemmnis für Innovationen verstanden werden. Es gilt Ziele und Anforderungen zu formulieren und dann zu prüfen, welche datenschutzrechtlichen Maßnahmen zu definieren und einzuhalten sind. In dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt.
Finden Sie gemeinsam mit einen vertrauensvollen Softwareanbieter eine sichere Lösung.

 

Der Bremser

„Alles nur technischer Schnick-Schnack. Das braucht man vielleicht in anderen Branchen, aber bei uns nicht!“

Fahrstil:

Er reagiert nicht auf das Drängeln und Hupen der anderen. Ihm ist egal, wie oft er überholt wird. Er hält seinen persönlichen Fahrstil für das „Nonplusultra“ und ist wenig kompromissbereit.

Der Bremser hat auch schon damals nicht daran geglaubt, dass sich das Internet durchsetzen wird.

Tipp:

Hier haben wir es mit dem klassischen „Bestandsbewahrer“ zu tun. Die Herausforderung mit diesem Entscheider-Typ ist am größten. Argumente bringen Sie hier oft nicht weiter. Verschwenden Sie nicht all zu viel Energie mit diesem Entscheider-Typ. Vielleicht drückt er noch einmal auf die Tube, wenn er merkt, dass er wirklich zu spät kommt. Ansonsten sollte man diesen Typ einfach hinter sich lassen und sich wieder dem restlichen Straßenverkehr widmen.

 

Viele Wege führen zum Ziel. Man muss die Reise nur antreten.

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Und wer die Reise erst einmal antritt, ist dem Ziel schon ein gutes Stück näher gekommen. Wichtig ist, dass wir unsere „german Angst“ ablegen und uns auf den Weg machen, um uns dem digitalen Wandel erfolgreich zu stellen. Schließlich gibt es auf deutschen Autobahnen kein Tempolimit. Das Risiko, dass man hier und da vom Weg abkommt, gehört einfach dazu. Platte Reifen lassen sich ohne Probleme wechseln, Routen (digitale Strategien) sind frei wählbar und unzählige Transportmittel (Softwarelösungen) stehen bereit.
Jetzt geht’s nur darum, dass einer lenkt!
(Und in Zeiten des autonomen Fahrens sollte das doch eine machbare und spannende Herausforderung sein;-))

PS: Wir wünschen eine gute und sichere Fahrt.

Carolin Ostendarp

Customer Touchpoint Manager, d.velop AG