Journey Cloud Migration: Ein Cloud Provider-Management etablieren und iterativ den Erfolg der Cloud prüfen

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Durch die Cloud können Unternehmen Ihre IT-Infrastruktur bzw. Applikationen schneller und flexibler verfügbar machen. Jedoch sollten Unternehmen dabei nicht außer Acht lassen, dass mit dem Schritt in die Cloud zusätzliche Aufgaben anfallen, und zwar sowohl für den Bezug als auch für die Verwaltung der Cloud-Services.

Die Verwaltung von Cloud-Services kann schnell komplex werden, da

  • Unternehmen häufig Services aus mehreren Public- und verschiedenen Private Clouds beziehen
  • Unternehmen mit unterschiedlichen Anbietern zusammenarbeiten
  • unterschiedliche User-Gruppen die Cloud-Services nutzen und
  • die Cloud-Nutzung sicher und gemäß gesetzlichen Auflagen zu erfolgen hat.

Nachdem Sie nun Ihre Potentiale in der Cloud identifiziert, eine passende Strategie entwickelt und die Migration geplant haben, möchten wir Ihnen im abschließenden Teil der Blogartikelserie „Cloud Migration Journey“ verdeutlichen, warum ein funktionierendes Provider-Management in Sachen Cloud notwendig ist und warum dieses eine dedizierte Änderung in Ihrer Organisation voraussetzt.

If you fail, fail fast – Überprüfen Sie iterativ Ihren Erfolg und ziehen Sie rechtzeitig die richtigen Schlüsse

Wer den Schritt in die Cloud plant, sollte das Thema Cloud Management von Anfang an berücksichtigen. Warum?

Als fester Baustein in der Sourcing-Strategie erweitert Cloud-Sourcing dauerhaft den Umfang des Provider-Managements. Mit einer zunehmenden Fertigungstiefe in der Cloud, verschieben sich die Möglichkeiten zur unmittelbaren Kontrolle und Steuerung der Cloud-Services. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass die Nutzung unterschiedlicher Cloud-Betriebsmodelle eher die Regel als die Ausnahme sein wird. Darum ist es mitunter wahrscheinlich, dass verschiedenste Dienstleister mit ihren eigenen Nutzungsverträgen, Leistungskatalogen und Support-Konzepten mitspielen werden. Diese Vielfalt an unterschiedlichen Services und Providern wirken sich natürlich auch auf den Verwaltungsaufwand aus. Die IT-Organisationen müssen sich umstellen, wenn sie statt des Betriebs der eignen internen Systeme, die Cloud-Services von externen Dienstleistern verwalten und managen müssen. Hier gilt es cloud-spezifische Governance-Modelle zu erstellen.

Laut einer aktuellen Studie der Information Systems Audit and Control Association (ISACA) von Anfang 2018 verzichten 32 Prozent der Unternehmen darauf, den Return-on-Investment (ROI) ihrer Cloud-Projekte zu berechnen. Klar ist es eine Herausforderung, die zahlreichen Faktoren zu berücksichtigen um die Kostenstrukturen zu erfassen – aber genau deswegen müssen sich IT-Verantwortliche und Controller mit den Cloud-Kostenstrukturen ausreichend beschäftigen. Denn versteckte Kosten lauern überall. Falsche Kosteneinschätzungen führen fast immer zum Scheitern von Cloudprojekten. [1]

Aus diesem Grund ist ein Kosten-Controlling in puncto Cloud aufzusetzen. Ziel dabei ist es, eine zuverlässige Kostenkontrolle im Fall unterschiedlicher Verrechnungsarten, Metriken und Provisionsmodelle zu schaffen.

Ein Multi-Cloud-Betrieb schafft hier entsprechend noch höhere Komplexität. Kostenstrukturen einzelner Cloud-Anbieter lassen sich oft nicht direkt miteinander vergleichen. Jeder Cloud-Provider bietet eigene Tools für das Management. Selten sind diese untereinander kompatibel. Sogenannte Unified Performance Management (UPM) Tools sind ein gangbarer Weg für die Überwachung sämtlicher Cloud-Komponenten. Eine Liste solcher UPM-Anbieter stellt unter anderem Crisp Reserach in einer umfangreichen Cloud-Studie zur Verfügung.

Prüfen sollten Firmen, ob und wie entsprechende Cloud-Management- und Automatisierungswerkzeuge helfen können, um die Komplexität bei Bezug und Nutzung von Services aus unterschiedlichen Betriebsmodellen zu verringern.

Die Steuerung von Cloud-Service-Providern ist dabei sehr viel stärker automatisiert als im klassischen IT-Outsourcing. Das Cloud-Provider-Management muss sich somit in der Regel mit dem Standard Monitoring des Service-Providers arrangieren und hat hier wenig Spielraum.

Ihre Organisation ist folglich auf die Aufgaben der Cloud Providersteuerung vorzubereiten. Mit dem Umzug in die Cloud ändert sich nicht nur die Betriebsform, sondern auch Ihre interne Organisation, was das Adjustieren von internen Prozessen erfordert. Egal, für welche Lösung Sie sich in Sachen Cloud-Management als Unternehmen entscheiden: Sie müssen bereit sein, in ständiger Abstimmung alte Zöpfe abzuschneiden und neue Wege zu akzeptieren. Cloud-Services spielen ihren Mehrwert vor allem nämlich dann aus, wenn sie flexibel sind.

Cloud-Check: Definieren Sie Maßstäbe und Metriken

Definieren Sie eigene Metriken, um nicht nur die Kosten, sondern auch vollumfänglich den geplanten Erfolg Ihrer Cloud-Initiativen zu messen und nachzuvollziehen. Nur so können Sie aus Ihren Cloud-Projekten lernen und Handlungsempfehlungen für die Zukunft ableiten.

Neben der Definition der Umfänge und der Ziele während der Strategiephase, sollten Unternehmen auch die fortlaufende Messung des Fortschritts berücksichtigen.
Hier kann die Definition von Metriken hilfreich sein und Transparenz schaffen. Erfassen Sie z.B.:

  • die Zeit (geplanter Arbeitsaufwand vs. tatsächlichem Aufwand)
  • die Qualität (einkalkulierte Fehler vs. aufgetretene Fehler)
  • das Budget (geplante Kosten vs. tatsächliche Kosten).

Solche Indexwerte eröffnen die Möglichkeit, den Gesundheitszustand der Cloud-Initiativen zu jeder Zeit transparent darzustellen und zu überprüfen.

Regelmäßige Reviews helfen außerdem dabei, Probleme aufzudecken, sodass schnell Korrekturmaßnahmen ergriffen werden können.

Fazit zur Journey Cloud Migration: Schritt für Schritt erfolgreich in die Cloud!

Blicken wir zurück auf die „Cloud Migration“ Studie der IDG (2018), ziehen Unternehmen für Ihre Migrationsprojekte in die Cloud generell ein positives Fazit. 94 Prozent der befragten Unternehmen bewerten den Weg in die Cloud als lohnenswert.

Mit Hilfe unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung bekommen Sie eine gute Übersicht über Notwendigkeiten, Anforderungen und Optionen in der Cloud. Der Weg in die Cloud ist umfassend zu planen und vorzubereiten. Aufgrund der Komplexität empfiehlt es sich, nicht gleich auf einen Schlag mit der gesamte IT-Umgebung in die Cloud zu ziehen. Vielmehr sollte pragmatisch geprüft werden, welche Bits and Bytes tatsächlich dazu beitragen, die notwendige Flexibilität für die Umsetzung von Veränderungen zu sichern.

Die Bewertung der beschriebenen technischen Komponenten der Cloud ist dabei notwendig, jedoch nicht ausreichend. Unternehmen sollten ihren Blickwinkel erweitern und sich die strategische Frage stellen, welche Dienstleistungen und neuen Geschäftsmodelle sich mit Hilfe von Cloud-Lösungen zukünftig realisieren lassen. Seien Sie kreativ und denken Sie auch über datengetriebene oder sogar disruptive Geschäftsmodelle nach!

Beginnen Sie noch heute mit Ihrem persönlichen Paradigmenwechsel und starten Sie mit Ihrem Unternehmen den Weg in die Wolke!

Der d.velop PRAXIS Tipp

Spielen Sie das theoretische Konstrukt doch einmal an einem Beispiel in der Praxis durch.

Beginnen Sie dabei mit einer konkreten Anwendung in Ihrem Unternehmen z.B.
Ihrem Enterprise Content Management System.

  • Situation A) Sie haben noch keine Lösung?
    Hier bietet sich eine cloud-native SaaS Lösung an. Oder noch einfacher: Einzelne Servicelösungen aus der Cloud, wie beispielsweise das d.velop GDPR compliance center – ein Tool zur Umsetzung der Anforderungen der DSGVO. Hier geht´s zum kostenlosen Testing.
  • Situation B) Sie haben eine Enterprise Content Management Lösung im Einsatz?
    Hier müssen Sie abwägen: Deckt eine mögliche cloud-native SaaS Lösung alle geschäftskritischen Aktivitäten ab? Falls nicht, wie könnte eine Migration für die Anwendung aussehen? Welche Möglichkeiten Ihre IT-Systeme bieten, erfahren Sie hier.

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[1] https://www.computerwoche.de/a/cloud-management-haelt-die-kosten-im-griff,3545935