Markt im Wandel: Darum sollten Softwarehersteller auf das SaaS-Modell setzen

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Software-as-a-Service (SaaS) ist ein Lizenz- und Vertriebsmodell, mit dem Software-Anwendungen über die Cloud – als Service – angeboten und genutzt werden. Verstehen kann man das SaaS-Geschäftsmodell wie folgt: Die Verantwortung für die Software-Anwendung geht vom Unternehmen auf den SaaS-Betreiber über. Bereits heute nutzen laut Branchenverband Bitkom 46 Prozent aller Unternehmen in Deutschland SaaS-Angebote wie Office 365. Das SaaS-Modell eignet sich für Unternehmen aller Größen, vom Start-up bis hin zum globalen Konzern.

Unternehmen führen zahlreiche Gründe für die Umstellung auf cloudbasierte SaaS-Lösungen auf, darunter unkomplizierte und automatische Updates, Skalierbarkeit, geringe Konfigurations- und Infrastrukturkosten! Unterm Strich ergibt sich daraus eine höhere Wirtschaftlichkeit.

Das bestätigt auch die von AWS beauftragte Studie von Forrester aus dem Jahr 2016.

Kunden wollen SaaS! Und Hersteller müssen reagieren

Laut Forrester bestätigen 90 Prozent der befragten Hersteller gaben, dass Sie mit Ihren SaaS Angeboten auf Kundennachfrage reagieren. Gefolgt wird dies von dem Interesse, das bisherige Geschäftsmodelle zu erweitern (z.B. durch Onlinehandel) mit 85 Prozent. 71 Prozent der Entscheider geben außerdem an, dass die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit die Hauptmotivation zur Integration von Anwendungen und Cloud-Diensten darstellt. Auch der Punkt Kostensenkung findet sich mit 78 Prozent wieder. Hier wird ersichtlich, dass der Faktor “Kostensenkung” nur einer von vielen ist.

Aber trotz der Vorteile haben noch längst nicht alle Softwarehäuser ihr Geschäftsmodell auf SaaS ausgerichtet.

Warum es sich lohnt als deutscher Softwarehersteller SaaS Lösungen zu entwickeln?

Weltweit wird der Forecast für Cloud Services bis zum Jahr 2020 auf mehr als 400 Milliarden US Dollar geschätzt (neben SaaS auch Bereiche wie PaaS, IaaS & Cloud Advertising). Fokussiert man sich auf die Entwicklung und den Forecast für Software-as-a-Services, so prognostiziert Gartner ein konstantes Wachstum des Umsatzes für cloud services.

https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2018-09-12-gartner-forecasts-worldwide-public-cloud-revenue-to-grow-17-percent-in-2019

Eine Stagnation ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Die durchschnittliche Wachstumsrate wird auf ca. 20 Prozent geschätzt. Bis 2021 erwarten die Berater ein Plus von 60 Prozent. Damit sollen Softwarehersteller einen Umsatz in Höhe von rund 117 Milliarden US-Dollar (etwa 103 Milliarden Euro) mit SaaS erzielen.

Die Zahlen belegen exemplarisch den aktuellen Trend am Markt. Deutsche Softwarehersteller müssen sich darauf einstellen, dass die Bereitschaft ihrer Kunden in Cloud bzw. Cloud Apps zu investieren, steigen wird. Kunden fragen heute nicht mehr, ob Cloud Technologien die bessere Wahl sind, sondern lediglich wann und wie viel sie investieren wollen.

Mehr Umsatz mit SaaS durch regelmäßige Umsatzströme

Die Sache rechnet sich für alle Softwareanbieter, denen es gelingt, gefragte SaaS Services anzubieten: Regelmäßige Umsatzströme ermöglichen eine bessere Planbarkeit und damit eine weitaus bessere Kosten- und Gewinnplanung.
Große Anbieter, wie Microsoft oder Salesforce, machen es vor. Mit Office 365 gehören lokale Installationen und Updates der Vergangenheit an. So konnte Microsoft durch seine Cloudangebote seinen Gewinn im Jahresvergleich um knapp 10 Prozent erhöhen [1].
Aus ehemals einmaligen Lizenzerlösen (die oft auch den Kunden zurückschrecken ließen), lassen sich mit SaaS Lösungen regelmäßige Einnahmen generieren.

Optimierte Ressourcenauslastung: SaaS verwaltet Ressourcen automatisch

SaaS-Lösungen nutzen die Skalierungsmöglichkeiten von Cloud-Ressourcen voll und ganz aus. Der Vorteil: Im Gegensatz zu Client-Server-Anwendungen ist die Software in der Lage, Rechenleistung und Speicherplatz so zu verwalten, wie es die benötigte Last und die Anzahl an Nutzer erfordern. Faktisch stößt eine mandantenfähige Anwendung somit nicht an Grenzen, wenn ihr Betrieb parallel und verteilt auf einer Serverfarm erfolgt. Hohe Verfügbarkeiten der Dienste sind für die Nutzer dadurch garantiert.

Nicht so bei Client-Server-Applikationen im eigenen Serverraum: Wer mehr Clients versorgen möchte, muss investieren – und in der Folge aufgebaute Ressourcen auch dann vorhalten, wenn diese gar nicht mehr benötigt werden.

Mit der Cloud lassen sich die Ressourcen bedarfsgerecht bereitstellen und auch bedarfsgerecht abrechnen. Skaleneffekte, die die Provider in ihren Rechenzentren erzielen, halten die Kosten im Zaum – sowohl für die SaaS-Anbieter als auch die Kunden der Dienste.

d.velop unterstützt Partner auf den Weg ins SaaS Geschäft

Was tun, wenn man als Softwarehersteller den Kundenbedürfnissen begegnen möchte und in das SaaS-Geschäft einsteigen möchte? Mit gezielten neuen Programmen unterstützt die d.velop AG alle ISVs, Start-ups, IT-Systemhäuser und Softwareentwickler als Partner. So wird beispielsweise regelmäßig ein d.velop Hackathon organisiert, der das Ziel verfolgt Know-How für die App-Entwicklung auf Basis der d.velop cloud zu vermitteln. Die d.velop Cloud-Experten helfen nicht nur bei der Entwicklung, sondern begleiten bis zum Start des SaaS-Lösungsbetriebs sowie darüber hinaus. Eigens entwickelte Apps können auf der d.velop Plattform in einem Store zur Verfügung gestellt werden.

d.velop cloud Haufe

[1] https://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-Cloud-Boom-laesst-Umsatz-und-Gewinn-wachsen-4116718.html