Gemeinsam Lernen in einem Lesekreis – nicht für alles benötigt es eine digitale Transformation.

d.velop Lesekreis

Plötzlich liest jeder von uns überall von digitaler Transformation. Jeder will sie, jeder braucht sie. Auch in vergangenen Blog-Posts ging es immer mal wieder um die digitale Transformation. Wir haben gesehen, dass sie sogar bereits in Spielfilmen thematisiert wird. Vermehrt finden sich nun auch Stellengesuche eines Chief Digital Officers.

Aber muss wirklich alles digital transformiert werden? Ich denke nein! Hierzu ein Beispiel: In der vergangenen Woche gab es bei uns in der Produktentwicklung einen tollen Termin, in welchem bewusst klassisch, ja gar altertümlich gearbeitet wurde. Der Betreff des Termins lautete: Lesekreis Better Software Development. Und ich will es gleich vorwegnehmen: der Termin war richtig gut. Und ganz ohne digitalen Schnick-Schnack, Und auch ohne digitale Transformation!

Lesekreis Better Software Development

Ich bin überzeugt davon, dass im Bereich der Softwareentwicklung nicht diejenigen Kollegen in ihrer Arbeit gut sind, die heute ein fundiertes Wissen mitbringen, sondern diejenigen, die eine hohe Anpassungs- und Lernbereitschaft aufweisen. Zumindest in langfristiger Hinsicht. Daher ist es wichtig, für jeden Kollegen geeignete Weiterbildungsformate anzubieten. Denn nicht jeder lernt gleich. Der eine Kollege besucht gerne Konferenzen, der nächste verschlingt Bücher wie andere ein Vanilleeis bei 30 Grad, der nächste bearbeitet Tutorials…
Auffallend ist jedoch, dass das Lesen von Büchern häufig eine One-Man-Show ist. Noch dazu kann ich ein Buch sehr einfach bei Seite legen oder gar nicht erst in die Hand nehmen. Einen Grund dafür lässt sich immer finden. Und da nehme ich mich nicht aus.

Gemeinsam Lernen

Genau aus diesem Grund gibt es bei uns den Lesekreis. Feste Termine und Kollegen, die sich gegenseitig fürs kontinuierliche Lernen motivieren und pushen. Gemeinschaftlich wird sich zunächst auf ein Buch aus dem Bereich der Softwareentwicklung geeinigt. Ein Buch mit Wissen, welches uns allen hilfreich ist. Zu jedem zweiwöchentlichen Treffen bereitet ein Kollege ein oder mehrere Kapitel vor und stellt diese den Teilnehmern aus dem Lesekreis vor. Und schon beginnen die Diskussionen. Was können wir hieraus machen? Wie können wir das neue Wissen in unserem Alltag berücksichtigen? Warum entwickeln wir manchmal Software anders, als es im Buche steht? Sinnvoll gerechtfertigt oder Betriebsblindheit? Wurde das Buch abschließend bearbeitet, dann geht es mit dem nächsten weiter.

Klar, das könnten wir auch alles auf elektronischem Wege mit Telefon- und Videokonferenzen. Aber das ist nicht vergleichbar mit richtiger Face-To-Face-Kommunikation und wird es auch niemals sein. Es macht zudem einfach mehr Spaß und wir lernen uns untereinander besser kennen.

Fazit

Trotz digitaler Transformation wird also auch immer Platz für die klassische Zusammenarbeit bleiben. Wo finden sich auch bei Ihnen klassische Elemente, die bewusst nicht transformiert werden sollen? Lassen Sie es mich wissen.

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