Steigende regulatorische Anforderungen, Fachkräftemangel und wachsender Kostendruck stellen Banken und Versicherungen vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig erwarten Kunden schnellere Entscheidungen, digitale Services und eine hohe Transparenz. KI in der Finanzbranche wird daher zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Künstliche Intelligenz wird daher zunehmend als Schlüsseltechnologie diskutiert. Doch viele Institute stehen vor denselben Fragen: Wo starten wir? Welche Anwendungsfälle bringen kurzfristig echten Mehrwert? Und wie gelingt die Integration in bestehende Systeme und Prozesse?
Die Erfahrung aus der Praxis zeigt: Der größte Nutzen entsteht nicht durch Visionen oder isolierte KI-Tools, sondern durch die gezielte Integration in bestehende Geschäftsprozesse. Gerade in einer stark regulierten und dokumentengetriebenen Branche wie der Finanzwirtschaft eröffnet KI neue Möglichkeiten, Effizienz, Transparenz und Qualität nachhaltig zu steigern.
Warum KI in der Finanzbranche so relevant ist
Kaum eine Branche arbeitet so intensiv mit Informationen wie Banken und Versicherungen. Verträge, Policen, Anträge, Schadenakten, regulatorische Vorgaben oder Prüfberichte bilden die Grundlage für nahezu alle Geschäftsprozesse. Gleichzeitig steigern die Anforderungen an Geschwindigkeit, Nachvollziehbarkeit und Compliance.
Künstliche Intelligenz kann hier entscheidend unterstützen, indem sie große Daten- und Dokumentenmengen strukturiert verarbeitet und relevantes Wissen schneller verfügbar macht.
Typische Mehrwerte sind:
- Automatisierte Verarbeitung großer Dokumentenmengen
- Schneller Zugriff auf relevantes Wissen
- Unterstützung bei regulatorischen Anforderungen
- Bessere Entscheidungsgrundlagen
- Höhere Prozessqualität und Transparenz
Der Fokus liegt dabei nicht auf einzelnen Tools, sondern auf der intelligenten Nutzung von Daten und Dokumenten über die gesamte Organisation hinweg.
Konkrete KI-Anwendungsfälle
In vielen Finanzunternehmen zeigt sich, dass KI besonders dann erfolgreich ist, wenn sie direkt in bestehende Arbeitsprozesse integriert wird. Ein typisches Beispiel dafür sind KI-Assistenten, die mit Dokumenten arbeiten, Inhalte zusammenfassen und Fragen beantworten.
Mit Lösungen wie dem d.velop pilot lassen sich diese Anwendungsfälle praxisnah umsetzen. Im Folgenden zeigen wir typische Szenarien aus dem Finanzsektor.
Automatisierte Dokumentenverarbeitung als Grundlage digitaler Prozesse
Dokumente bilden den Ausgangspunkt vieler Prozesse, etwa bei Kreditanträgen, Schadensmeldungen oder Vertragsänderungen. Gerade hier zeigt sich das große Potenzial von KI in der Finanzbranche, da große Mengen unstrukturierter Informationen effizient verarbeitet werden können.
Typische Mehrwerte:
- Reduzierung manueller Tätigkeiten
- Schnellere Bearbeitungszeit
- Höhere Datenqualität
- Grundlage für automatisierte Workflows
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein Kreditbearbeiter erhält täglich zahlreiche Unterlagen in unterschiedlichen Formaten. KI analysiert diese automatisch, extrahiert relevante Kennzahlen und stellt strukturierte Entscheidungsgrundlagen bereit. In ersten Projekten konnten Bearbeitungszeiten deutlich reduziert und die Qualität der Entscheidungen verbessert werden. Der d.velop pilot unterstützt hier durch KI-gestützte Dokumentenanalyse und Intelligent Document Processing (IDP), wodurch eingehende Dokumente effizient verarbeitet und in digitale Prozesse überführt werden.

KI-gestützte Prozessautomation in End-to-End Workflows
Ein zentraler strategischer Hebel besteht darin, KI direkt in Geschäftsprozesse zu integrieren. In Kombination mit Workflow-Lösungen wie dem d.velop process studio können Informationen aus Dokumenten automatisiert verarbeitet und in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Beispiele für Einsatzbereiche:
- Automatisierte Vorbereitung von Kreditentscheidungen
- Unterstützung in Schadenprozessen
- Automatisierte Genehmigungs- und Prüfprozesse
- Strukturierte Entscheidungsgrundlagen für Fachbereiche
So entsteht eine intelligente Prozesslandschaft, in der KI nicht isoliert arbeitet, sondern aktiv zur Optimierung beiträgt.
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Mehr Transparenz und Risikominimierung im Vertragsmanagement
Verträge sind zentrale Steuerungsinstrumente in Banken und Versicherungen. Gleichzeitig fehlt häufig Transparenz über Fristen, Verpflichtungen und Risiken. Gerade im Vertragsmanagement entwickelt sich KI in der Finanzbranche zunehmend zu einem wichtigen Instrument, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Transparenz zu schaffen.
KI kann Verträge automatisch analysieren und wichtige Informationen erkennen:
- Vertragstypen
- Klauseln
- Fristen und Laufzeiten
- Relevante Metadaten
In Kombination mit Plattformen wie Microsoft 365 lassen sich diese Funktionen in bestehende Arbeitsumgebungen integrieren. Inhalte werden strukturiert verfügbar, Risiken frühzeitig erkannt und Entscheidungsprozesse beschleunigt.
KI als Grundlage für eine resiliente und zukunftsfähige Finanzorganisation
KI in der Finanzbranche wird in den kommenden Jahren zu einem zentralen Erfolgsfaktor für Banken und Versicherungen. Der Mehrwert entsteht dabei nicht allein durch technologische Innovation, sondern durch die gezielte Verbindung von Daten, Prozessen und Governance.
Automatisierte Dokumentenverarbeitung, integrierte Prozessautomation und transparente Vertragssteuerung zeigen bereits heute, wie sich Effizienz steigern, Risiken reduzieren und regulatorische Anforderungen besser erfüllen lassen.
Der entscheidende Schritt besteht darin, diese Potenziale systematisch zu nutzen und KI als festen Bestandteil der digitalen Transformation zu etablieren. Unternehmen, die frühzeitig klare Anwendungsfelder definieren und nachhaltig in Kompetenzen, Datenstrategien und Strukturen investieren, werden langfristig zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehören. Damit wird deutlich, dass KI in der Finanzbranche nicht nur ein Technologiethema, sondern ein entscheidender strategischer Erfolgsfaktor ist.