Am (Papier-)Stau vorbei: Prozesse in der Logistik digitalisieren und auf die Überholspur wechseln

Digitalisierung als eine der Top 3 Herausforderungen der Logistik

Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbands für Informationswirtschaft, Telekommunikation und Medien (Bitkom e.V.) beschreiben Logistikunternehmen das Thema Digitalisierung mit 79 Prozent als eine der größten Herausforderungen der Branche. Direkt hinter den Herausforderungen in Bezug auf stetig steigende Treibstoff- sowie Mautkosten. [1]

Der folgende Blogartikel zeigt auf, wie man mit dem Einsatz neuer smarter Tools in wenigen Schritten die Digitalisierung in der Logistik erfolgreich vorantreiben kann.

Welchen Herausforderungen begegnet man in der Digitalisierung von Logistikprozessen?

Bei der Betrachtung von klassischen „Stauverursachern“ sehen Logistikunternehmen sich immer wieder mit den selben Themenstellungen konfrontiert.

Fehlende Verfügbarkeit von Daten

Unvollständige oder gar falsche Daten, die im schlimmsten Fall nicht zeitnah zur Verfügung stehen, sind keine Seltenheit. Für einen erfolgreichen Einstieg in die Digitalisierung von Logistikprozessen ist dafür zu sorgen, dass Basisdaten korrekt, validiert und vollständig vorhanden bzw. aufbereitet sind. Und diese zusätzlich unternehmensweit zur Verfügung stehen.

Beschäftigte mit auf die Überholspur nehmen und gemeinsam als Team spannende Projekte meistern

Mit der Akzeptanz der Mitarbeiter steht und fällt die Digitalisierung der internen Prozesse. Die einzelnen individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter müssen von Beginn an erkannt und richtig interpretiert werden. Mit einer berufsgruppenunabhängigen und vordefinierten Lösung zur Digitalisierung aller Prozesse, fällt das Meistern der Herausforderungen häufig schwerer als nötig. Angefangen bei der Frage, wie Informationen zur Verfügung gestellt werden sollen. Bereits bei einer vermeintlich einfachen Frage besteht das Risiko schon zu Beginn nicht alle Mitarbeiter gleichermaßen mit einzubeziehen. Denn mal ehrlich: Was soll ein Berufskraftfahrer, mit ca. 45 Stunden Lenkzeit pro Woche, mit einer Weboberfläche zur Verwaltung von Lieferscheinen oder Frachtpapieren?

Zu viele Medienbrüche

Nicht selten werden digitalen Prozessen, mit Verlassen des Firmengeländes, wortwörtlich ein „Stopp-Schild“ vor die Nase gehalten. Klassische Desk Worker profitieren in vielerlei Hinsicht von der Nähe zum Arbeitgeber. Kurze Dienstwege zur einfachen Abwicklung von (digitalen) Prozessen. Beispielsweise bei der Eingangsrechnungsverarbeitung oder dem klassischen Flurfunk. Wie man allen Mitarbeitern identische „Dienstwege“ zur Abwicklung von Prozessen zur Verfügung stellt und diese zeitgleich mit unternehmensinternen wichtigen Informationen versorgt, haben wir in einem vorherigen Blogartikel bereits thematisiert.

Digitalisierung in der Logistik: Eine Frage des Tempos

Viele Unternehmen der Branche haben demzufolge (nicht erst heute) erkannt, dass eine IT-Infrastruktur, die auf innovative Softwarelösungen setzt, das täglichen Arbeiten vereinfacht und so zum Unternehmenserfolg beiträgt. Die IT-Infrastruktur, als Bindeglied der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Teams über Unternehmensgrenzen hinweg, war schon immer eine wichtige Stellschraube im Daily-Business eines Logistikers. Und die Geschwindigkeit der Digitalisierung steigt branchenübergreifend rasant an und macht auch vor der Logistik keine Vollbremsung.

Das Wort Digitalisierung ist in aller Munde. Wie man als Logistiker spezifischen Prozesse digitalisieren kann? 3 Beispiele in denen sich viele Logistikunternehmen wiederfinden.

1. Die Schadensmeldung

Mit der Abwicklung eines Transportauftrages besteht die Möglichkeit eines aufkommenden Schadens. Die manuelle Abwicklung einer Schadensmeldung kann sich aufgrund von Lenkzeiten und einzuhaltenden Lieferfristen von Stunden bis hin zu Tagen erstrecken. Mit dem Einsatz von digitalen Workflows, in Kombination mit einer mobilen Lösung, werden alle Beteiligten in die Abwicklung einer Schadensmeldung mit einbezogen. So können entstandene Schäden just-in-time gemeldet und bearbeitet werden. Man ermöglicht Mitarbeitern somit ihre Schadensmeldung unverzüglich zu melden und die Bearbeitung, mit Hilfe digitaler Mittel, um ein dreifaches zu beschleunigen.

2. Die Unfallmeldung

Bei einer Lenkzeit von durchschnittlich 45 Stunden pro Woche, kann es bei Zeiten zu Unfällen kommen. Um in der ohnehin stressigen Ausnahmesituation alle notwendigen Informationen zur nachgelagerten Abwicklung des Unfalls zusammenzuführen, besteht gleichlautend zur Schadensmeldung die Möglichkeit einer digitalen Unfallmeldung. Dieses kann mit Hilfe von mobilen Anwendungen und Workflows standardisiert werden. Alle erforderlichen personenbezogenen, technischen und weiterführenden Informationen können ganz einfach mittels eines Formulars auf einem mobilen Endgerät an die zuständige Fachabteilung, wie z.B. die Werkstatt oder die Personalabteilung weitergeleitet und abgewickelt werden, sodass der Fokus auf die persönliche Genesung gelegt werden kann.

3. Die Gefahrgutcheckliste

Die stetig wachsende Logistikbranche fordert einen enormen Anstieg der personellen Ressourcen. Um Nachwuchs-Fachkräften, Quereinsteigern und bereits erfahrenen Mitarbeitern jederzeit mit wichtigen Informationen und Updates (z.B. im Umgang mit Gefahrguttransporten) zu versorgen, kann mit Hilfe einer mobilen Bereitstellung von Gefahrgutchecklisten zu jederzeit und an jedem Ort die Sicherheit der eigenen Fachkräfte und die Ihrer Kunden gewährleistet werden.

Die Verknüpfung und die nahtlose Zusammenarbeit digitaler (mobiler) Lösungen steigert nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter, sondern spart gleichzeitig finanzielle und personelle Ressourcen in vielerlei Hinsicht. Die rasche Abwicklung beinhaltet unter anderem die Behebung des entstandenen Schadens, die Neu-Disposition etwaiger Transportaufträge sowie die uneingeschränkte Dokumentation entstandener Zwischenfälle. Das heißt der Einsatz von nahtlos ineinandergreifenden, digitalen Prozessen hilft nicht nur heute, sondern auch zukünftig schneller, agiler und flexibler als der Wettbewerb zu sein.

Die Überholspur für die Logistik

Die durch die Digitalisierung entstehenden Wettbewerbsvorteile gegenüber den Marktbegleitern, ermöglichen es den Herausforderungen der Logistikbranche selbstbewusst auf Augenhöhe zu begegnen. Die zuverlässige und standardisierte Abwicklung von Logistikprozessen, lassen Durchlaufzeiten und Kosten auf ein Minimum sinken. Dank der wohl strukturierten Prozesse bleibt man liefer- und handlungsfähig und steigert gleichzeitig die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Schnelligkeit, Effizienz und ein ressourcenschonender Einsatz sind in der Logistik ein großes Thema. Einmal angefangen kann aus einem (kleinen) Digitalisierungsprojekt etwas Großes entstehen, man muss nur anfangen (digitales) PS auf die Straße zu bringen.

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Quellen:

[1] https://www.bitkom.org/sites/default/files/2019-06/bitkom-charts_digitalisierung_der_logistik_03_06_2019.pdf

https://www.bvl.de/positionspapier-digitalisierung

https://www.mm-logistik.vogel.de/was-ist-logistik-40-alles-zum-thema-digitalisierung-logistik-a-692722/