6 zentrale Entwicklungen im digitalen Wandel

Das d.velop forum 2017 liegt hinter uns. Für alle, die noch nie vom d.velop forum gehört haben: Es handelt sich um einen exklusiven Fachkongress für ECM und Enterprise Content Services für d.velop Kunden und Partner. Sie sind kein Kunde oder Partner der d.velop und denken deshalb, dass dieser Artikel nicht interessant für Sie ist? Falsch gedacht! Zum Auftakt der Veranstaltung hat Mario Dönnebrink, Vorstand und COO der d.velop AG, eine Keynote zum Thema „Veränderung schafft Zukunft – Partnerschaft im digitalen Wandel“ gehalten. Er betonte bereits zu Beginn:

„Ich will nicht nur über uns reden. Sondern vor allem einen Blick auf die uns alle betreffenden Entwicklungen werfen, damit Sie Informationen, die ihr Unternehmen angehen, die auch ihre Märkte und Kunden betreffen, mitnehmen. Denn diese Entwicklungen werden jedes Unternehmen treffen – in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Ausprägungen.“ (Mario Dönnebrink)

Wir haben die wichtigsten Entwicklungen für Sie festgehalten und geben Tipps, wie Ihr Unternehmen erfolgreich mit diesen Entwicklungen umgeht.

Der technologische Fortschritt im digitalen Wandel

Jeden Tag lesen wir Meldungen wie die folgenden:

  1. Das Bayrisches Start-Up Lilium kündigt Elektroflugzeuge an
  2. Volvo kündigt den Dieselmotor ab
  3. VW bestätigt die zeitnahe Fertigung eines Elektrobulli, ein Fahrzeug mit 8 Fahrgastplätzen und 600km Reichweite
  4. Es ist der Software gelungen, komplexe Strategien, sogar Lügen zu erkennen. Die Carnegie-Mellon-Universität hat es geschafft, 4 der besten Pokerspieler weltweit zu schlagen. Ein erneuter Sieg von Google DeepMind. Damit hat Google angekündigt das Spieleprogramm zu beenden und sich ernsthaften Themen zu widmen, wie z.B. der Heilung von Krankheiten durch schnellere und fast fehlerfreie Befundung.

Inzwischen gilt es als gesichert, dass der technische Fortschritt sich eben nicht, wie früher vielfach angenommen und von uns fast automatisch „aus dem Bauch so eingeschätzt“, linear entwickelt, sondern einer exponentiellen Entwicklung folgt. Was das bedeutet, sollte man sich einmal vor Augen führen: Kennen Sie das Phänomen eines Seerosenteichs? Lange Zeit ist kaum eine Seerose in Sicht. Und dann, ganz plötzlich, innerhalb von drei Tagen, wuchert der See vollkommen zu, sodass das Biotop stirbt. Wir Menschen nehmen eine solche exponentielle Entwicklung immer sehr überrascht zur Kenntnis, weil sie unseren üblichen Beobachtungen nicht entspricht.

Schauen wir uns einmal anhand einer Grafik an, was die Zukunftsforschung, im speziellen Ray Kurzweil – Google Cheftechnologe und Gründer der Singularity-University, dazu sagt:

Exponentielles Wachstum in der Computertechnik - Quelle: Ray Kurzweil
Exponentielles Wachstum in der Computertechnik – Quelle: Ray Kurzweil

Die Grafik beschreibt das exponentielle Wachstum der Computerleistung. Die Rechenleistung gemessen in „Rechenschritte pro Sekunde für 1000$“ ist auf der y-Achse zu sehen. Auf der x-Achse findet sich ein Zeitstrahl. Es lässt sich festhalten:

Mitte der 90er Jahre hat der Computer ein Insektengehirn überholt. Anfang des 21. Jahrhunderts ein Mäusegehirn. Aktuell ist das menschliche Gehirn von der Rechenleistung des Computers überflügelt worden, bereits eher als es Ray Kurzweil prognostiziert hat. Wenn wir diese Kurve weiter betrachten, stellt sich ein ganz erstaunliches Ergebnis ein: Etwa im Jahr 2050 wird ein 1000$ Computer die Leistung aller menschlichen Gehirne zusammen überflügeln.

Die nachfolgende Grafik stellt die Entwicklung in einem etwas anderen Zusammenhang dar. Vielen wird diese Darstellung den Gesamtzusammenhang vermutlich noch besser eröffnen.

Exponentielle Entwicklungen - Quelle: Alain Veuve
Exponentielle Entwicklungen – Quelle: Alain Veuve

Der Zeithorizont wird erweitert auf die letzten 11.000 Jahre und es werden weitere Technologiesprünge auf dem Zeitstrahl einsortiert, nicht nur die Entwicklung des Computers. Der technologische Fortschritt wird in der Anzahl an Patentanmeldungen gemessen.

Und was ist zu sehen?

Wir leben genau in dem Knick der exponentiellen Kurve. Deswegen sind wir derart überrascht, dass alles so plötzlich passiert. Der Entwicklung zufolge werden wir in den nächsten 25 Jahren deutlich mehr Neues hervorbringen, als die Menschheit in vielen tausend Jahren zuvor hervorgebracht hat!  Es gibt keine Anzeichen, dass sich dieses Wachstum des technologischen Fortschritts wieder verlangsamen wird. Im Gegensatz: Es deutet alles darauf hin, dass es deutlich schneller vorangehen wird. Der digitale Wandel ist dabei nur der Anfang.  Die Gesellschaft muss sich in immer kürzeren Zyklen auf fundamentale Neuerungen einstellen. Die technologischen Fortschritte werden so kurz aufeinander folgen, dass Unternehmen in den heutigen Strukturen und mit dem heutigen kulturellen Background, teils gar nicht mitkommen werden.

Wie können Unternehmen auf den technologischen Fortschritt reagieren?

Wer sich nicht rechtzeitig als agiles Unternehmen aufstellt, permanent Forschung und Entwicklung, Märkte und Gesellschaft im Auge behält, wird sich immer wieder mit einer Disruption konfrontiert sehen. Disruption ist nichts anderes als eine technologische Entwicklung, die so schnell stattfindet, dass wir nicht folgen können. Darum gilt es eben nicht nur, die digitale Transformation zu meistern, sondern langfristig eine Kultur zu etablieren, welche Wandel annimmt und damit umgehen kann. Die heutige Digitalisierung ist dabei nur der Pflichtteil mit dem man als Unternehmen startet (vgl. Alain Veuve). Gemessen am Tempo der vorhergehenden Entwicklungen handelt es sich um unglaublich schnelle Entwicklungen- um regelrechte Explosionen. Nun kann man Explosionen als gefährlich und unerwünscht einordnen, oder man nutzt derartige Explosionen, um sich fortzubewegen.

Die aktuelle Situation im digitalen Wandel – 6 zentrale Entwicklungen

Kundenerwartungen

Soviel zum Phänomen Digitaler Wandel im Kontext zum allgemeinen technischen Fortschritt. Kommen wir einmal vor diesem Hintergrund zurück ins Hier und Jetzt: Was wollen Ihre Kunden heute? Welche Anforderungen ändern sich?

  • Es werden individuelle Angebote erwartet (auswählen, abonnieren, nutzen)
  • Eine hohe Service-Orientierung ist feststellbar (Managed Services, Fachkräfte für immer mehr Aufgaben, …)
  • Von den Services wird eine hohe Flexibilität erwartet (schnell nutzen/agieren und/oder verändern)
  • Es wird Mobilität erwartet (Unabhängigkeit von Zeit und Ort)

Share Economy

In den Großstädten hat sich dieser Trend längst durchgesetzt – beispielsweise beim Car-Sharing. Aber auch in eher ländlichen Regionen, hört man Stimmen von jungen Menschen, die keinen Führerschein mehr machen, die auf kein Auto mehr sparen. Wann haben Sie sich das letzte Mal eine CD gekauft? In den letzten sechs Monaten vermutlich nicht. Man nutzt was man benötigt. Und das gilt auch für Softwarelösungen und -services.

Individualisierung

Die genutzten Services und Lösungen müssen dabei abonnierbar, buchbar, zumindest einfach und schnell verfügbar im Standard zur Verfügung stehen. Und dennoch wird ein hoher Individualisierungsgrad erwartet. Durch Steigerung von Effizienz und Senkung der Kosten, durch Bereitstellung neuer Produktionsmethoden können Standard-Produktionsanlagen plötzlich einen hohen Individualisierungsgrad für sehr viele Kunden herstellen – in der Sportschuhindustrie ist das z.B. ein neuer Trend. Diese Produkte werden nicht mehr um die halbe Welt geschickt und dann zusammengeklebt, sondern sie kommen neuerdings aus 3D-Druckern.

Automatisierung

Letztlich wird von einfach und schnell verfügbaren Lösungen und Services mehr und mehr auch ein hoher Automatisierungsgrad erwartet. Wenn bei jeder Fachlösung Medienbrüche, Schnittstellen und manuelle Eingriffe vorhanden sind, kommen Unternehmen am Ende des Tages nicht weiter und scheitern an der Komplexität.

Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in der Gesellschaft mehr und mehr an Bedeutung. Es wird erwartet, dass Entwicklungen und Veränderungen in langfristiger Perspektive und andauernd durchgeführt werden und nicht nur ein Strohfeuer auslösen.

Priorisierung

Beim Bespielen dieser neuen Instrumente gilt es immer, den Überblick zu behalten. Was ist morgen wichtig? Haben die Dinge die gleichen Prioritäten?

Unsere Antwort auf diese Fragen lautet:

Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt allen Denkens. Wir richten unsere Organisation nach unseren Kunden aus – nach Branchen und Fachabteilungen. Wir stellen diese zentrale Frage der Kundenbegeisterung immer wieder – täglich – in den Mittelpunkt!

Nur so erreichen wir Know-How darüber, wie wir Kernprozesse in den Branchen und Unterstützungsprozesse in den Fachabteilungen verbessern können. So können wir wertvolle USPs gegenüber unseren Wettbewerbern aufbauen.

Und genauso können Sie das auch!

Durchaus mit Hilfe unserer Software, die sich als idealer Ausgangspunkt für nachhaltige Digitalisierung eignet, da sie sich als Plattform für die digitale Datenhaltung, für Wissensmanagement und auch für die Optimierung von Prozessen eignet.

IT

Zum Abschluss sechs Fragen, die Sie sich in Bezug auf Ihre IT stellen sollten!

  • Begreifen Sie Ihre IT bereits als Change Faktor/Enabler?
  • Haben Sie bereits eine hohe Fachabteilungsorientierung?
  • Unterstützt Ihre IT das Business?
  • Nutzen Sie neue, flexible Bereitstellungswege?
  • Beschäftigen Sie sich bereits mit immer wichtiger werdenden Themen, wie der Wahrung von Datenschutz (EU-DSGVO), mit Datensicherheit etc…?
  • Beschäftigen Sie sich bereits mit dem digitalen Arbeitsplatz, ggf. ausgehend von einem der größten Datentöpfe in Ihrem Unternehmen, dem ECM-System?

Sie können alle Fragen mit „Ja“ beantworten? Dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Falls nicht, hilft die d.velop Ihnen gerne dabei, dass Sie diese Fragen zukünftig mit einem klaren „Ja!“ beantworten.

Starten Sie am besten mit unserem Digitalisierungs-Check, um zu erfahren, wie gut Sie aktuell aufgestellt sind.

Zum Digitalisierungscheck

 


Quellen:

www.alainveuve.ch/nein-die-digitalisierung-ist-nicht-die-groesste-umwaelzung-aller-zeiten-sie-ist-erst-der-anfang/

www.alainveuve.ch/warum-wir-den-technologischen-wandel-unterschaetzen/

Ray Kurzweil, „The Law of Accelerating Returns“

Annika Dölle

Inbound Marketing Manager, d.velop AG