Die digitale Signatur im Finanzsektor: Kontoeröffnung und Kreditvergabe vollkommen digital und gesetzeskonform abwickeln

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Eines der Buzzwords in der Branche ist seit Jahren die Forderung nach „digitaler Transformation“! Digitale Banken kommen schon jetzt ohne Filialen und damit ohne direkten Kundenkontakt aus. Aber auch hier gilt: Banken müssen viel stärker als bisher ihre Kunden in den Fokus stellen. Mit der fortschreitenden digitalen Transformation der Finanzbranche haben sich auch die Kundenerwartungen gewandelt: Der moderne Bankkunde ist anspruchsvoller und verlangt nach sofort verfügbaren digitalen Leistungen.

Die rechtskonforme (qualifizierte) elektronische Signatur bietet Banken eine schnelle und effiziente Möglichkeit, um Verträge digital abzuwickeln und ihren Kunden Antrags- und Entscheidungsprozesse zu erleichtern.

Customer Centricity beim Signaturtag 2020 in Frankfurt

Beim Signaturtag 2020 des Bankingclub in Frankfurt am 29.01 stand das Thema Customer Centricity mit Hilfe der digitalen Signatur im Vordergrund. Das Interesse an dem Thema ist hoch – mit rund 80 Teilnehmern war der Signaturtag ausgebucht. Der BANKINGCLUB ist einer der größten Wirtschaftsclubs für Mitarbeiter der Bank- und Finanzbranche in der DACH-Region.

Ausgewählte Experten von Finanzdienstleistern und Lösungsanbietern zeigen den Teilnehmer, wie sie papiergebundene Arbeitsabläufe digitalisieren und das Bankgeschäft durch digitale Identitäten (eID) und die qualifizierte elektronische Signatur (QES) noch komfortabler, schneller und unkomplizierter gestalten können.

Lesen Sie hier, wie Banken die neue Technologie schon jetzt für sich nutzen und was die digitale Signatur überhaupt ist.

Was ist die digitale Signatur überhaupt?

Mit einer digitalen Unterschrift können Sie ein Dokument (beispielsweise einen Kreditvertrag) im Internet und ohne Papier unterschreiben. Das beschleunigt Prozesse und spart Kosten.
Den rechtlichen Rahmen dafür bildet die europaweit gültige eIDAS-Verordnung. Die eIDAS-Verordnung ermöglicht damit im europäischen Wirtschaftsraum eine einheitliche und rechtskräftige Richtlinie für die digitale Fernsignatur. Dadurch ist es seit 2016 möglich digital zu unterschreiben – und zwar mit der gleichen Beweiskraft, die eine handschriftliche Signatur bietet. Dies ist möglich, da Vertrauensdiensteanbieter (VDA) eine Authentifizierung des Vertragspartners sicherstellen und die Integrität (Unveränderbarkeit) des signierten Dokumentes durch ein Zertifikat schützen.

Die drei unterschiedlichen Signaturarten

  • einfache elektronische Signatur
  • fortgeschrittene elektronische Signatur
  • qualifizierte elektronische Signatur

Die qualifizierte elektronische Signatur hat hier die gleiche Rechtswirkung wie eine handschriftliche Unterschrift und ersetzt damit die Schriftform auf Papier. In dieser FAQ-Sammlung können Sie mehr über Fragestellungen zur digitalen Signatur nachlesen.

Hinweis: Viele Anbieter werben damit, dass die angebotenen Signaturverfahren die Anforderungen der eIDAS erfüllen, ohne allerdings auf Einzelheiten einzugehen und es nachprüfbar zu machen, ob nun die angebotenen Verfahren die Anforderungen der qualifizierten elektronischen Signatur erfüllen.

Die Identifizierung im Fokus

Die eIDAS-Verordnung ermöglicht es erstmalig, eine digitale Unterschrift – ohne Signaturkarte und Kartenlesegerät – und zwar per Fernsignatur auszulösen. Bei diesem neuen Verfahren wird der private Signaturschlüssel des Nutzers auf einem hochsicheren Server (Hardware Security Modul) des VDA gespeichert. Die bei der Einrichtung benötigte einmalige Identifizierung der Personen erfolgt dabei einfach und flexibel via unterschiedlicher Ident-Methoden.

Signaturtag 2020

Einmalige digitale Identifizierung

Im Fokus der Vorträge der Lösungsanbieter steht dabei das Thema der einmaligen digitalen Identifizierung, die für die Nutzung der rechtsgültigen (qualifizierten) Signatur notwendig ist. Als aktuell gängige Methoden kristallisieren sich das VideoIdent, das PostIdent und der NPA (neue Personalausweis) heraus. Die Praxisbeispiele der Banken zeigen, dass sich aktuell ca. 60 % via VideoIdent und ca. 40 % der Kunden via PostIdent identifizieren lassen. Die Identifizierungen via dem NPA sind bisher wenig verbreitet, da hierfür neben dem NPA auch der dazugehörige persönliche PIN benötigt wird, die bis dato nur wenige Verbraucher kennen. Für die interne Nutzung der digitalen Signatur wird ergänzend auf eine vor Ort Identifizierung gesetzt. Das bedeutet: Es werden Mitarbeiter ausgebildet, die zertifiziert sind, Kollegen eIDAS-konform zu identifizieren.

Innovationen für besseres User Handling

Die eIDAS-konforme Identifizierung bringt viel Sicherheit – aber auch Komplexität hinsichtlich der Nutzung mit sich. Die Lösungsanbieter haben das erkannt und stellen neben den gängigen Methoden weitere Innovationen vor, die das User Handling verbessern. So zum Beispiel das Konto- bzw. Giro-Ident (gerade für Bestandskunden von Banken sehr interessant), Telefon-Ident oder die Self-Ident -Möglichkeiten an Terminals.
Hier wird sich zukünftig einiges tun, um die Customer Journey der Anwender zu verbessern und wir dürfen uns auf weitere Innovationen freuen.

Die qualifizierte elektronische Signatur in der Praxis

Die DKB und die Helaba machen es vor und zeigen auf dem Signaturtag 2020 auf, wie man mit wenig Aufwand und der digitalen qualifizierten Signatur (QES) die Kontoeröffnung und Kreditvergabe vollkommen digital und gesetzeskonform abwickeln kann. Und mit welcher Begeisterung und Akzeptanz die Mitarbeiter und Kunden das Thema annehmen. Außerdem beweisen Sie eine sofortige Effizienzsteigerung der Prozesse.

Ziel der rechtsgültigen digitalen Signatur

Mitarbeiter und Kunden sollen optimal mit passenden, digitalen Produkten und intuitiven Prozessen unterstützt werden, um Anwendungen in Bank- und Finanzierungsmöglichkeiten so unkompliziert und schnell wie möglich zu machen. Die Bank generiert Kostenvorteile durch Standardisierung und Skalierbarkeit. Gleichzeitig können Wettbewerbsvorteile durch die Individualisierung an der Kundenschnittstelle geschaffen werden. Digital signieren – der Umwelt zuliebe und für direkte Prozessverbesserung. Neben der Kommunikation mit dem Kunden wird bei den Banken auch im Innenverhältnis überwiegend digital signiert. Überwiegend nicht qualifiziert, sondern mit der einfachen bzw. fortgeschrittenen Signatur.

Man rennt mit dem Thema offene Türen ein. Die digitale Signatur führt für interne und externe Prozesse zur direkten Optimierung.

Wo ist eine Unterschrift im Finanzsektor überhaupt noch gefragt?

Die Bundesdruckerei klärt in Ihrem Vortrag auf:

  • Da, wo es rechtliche Vorgaben gibt: Kreditverträge, Ermächtigung zur Kontowechselhilfe, Datenschutzeinverständnis, …
  • Da, wo es verbindlich sein soll: Bankvollmacht, Kontoeröffnung und Kontoschließung, …

Wann wird welche Signatur eingesetzt? Gute Frage! Wir empfehlen hier dringend die Beratung durch einen Juristen und die Abwägung von Haftungsrisiken.

Hierzu generell drei wichtige Fakten:

  • Die einfache elektronische Signatur stellt keinen sicherheitsrelevanten Mehrwert für Unternehmen dar und unterliegt der freien richterlichen Beweiswürdigung (§ 286 ZPO).
  • Die fortgeschrittene elektronische Signatur unterliegt ebenfalls der freien richterlichen Beweiswürdigung (§ 286 ZPO) und stellt die Integrität des Dokumentes durch ein Zertifikat sicher.
  • Nur die qualifizierte elektronische Signatur (QeS) ersetzt die gesetzliche Schriftform (126, 126a BGB) und ist daher mit der handschriftlichen Unterschrift gleichzusetzen.

Wie fange ich mit einer Implementierung am besten an?

Wer das Potenzial digitaler Signaturen wirklich vollständig ausschöpfen will, sollte diesen Schritt planen. Bei der Einführung verlangen rechtliche, technische und organisatorische Aspekte Beachtung. Digitale Signaturen können viele Geschäftsprozesse verschlanken, da die bisherigen Medienbrüche komplett entfallen. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir die wesentlichen Themen für Sie im folgenden kurzen Leitartikel “Elektronische Signatur Anbieter? Diese 5 Fragen helfen bei der Auswahl” zusammengefasst!

Bank neu erleben

Platzieren auch Sie sich als digitales Unternehmen! Optimieren Sie Ihre digitalen Transaktionen und steigern Sie die Produktivität Ihres Teams. Banken müssen viel stärker als bisher ihre Kunden in den Fokus stellen, um ihre internen Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten. Legen Sie mit einer zuverlässigen eSignature-Lösung einen weiteren Grundstein für die Bankgeschäfte der Zukunft. Punkten Sie bei Ihren Kunden. Lassen Sie die Papierberge hinter sich und begeistern Sie Ihre Kunden mit einer einfachen und rechtsverbindlichen eSignature-Lösung.