Digitalisierung im Bauwesen: Digitale Trends, die Bauunternehmen 2024 antreiben

Veröffentlicht 16.01.2024

Jana Rehorst Online Marketing Managerin d.velop

Titelbild Digitalisierung Im Baugewerbe

Das Baugewerbe steht im Jahr 2024 vor Herausforderungen, doch erfolgreiche Unternehmen erkennen darin die Chance, sich durch Digitalisierung im Bauwesen innovativ und zukunftsfähig aufzustellen. Inmitten von Inflation, steigenden Zinsen und politischen Konflikten bauen die Vorreiter der Baubranche ihre eigene Zukunft auf. Im Jahr 2024 setzen sie auf Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit und die Schaffung neuer Strukturen, um sich effektiv und effizient aufzustellen und so einen klaren strategischen und operativen Vorteil gegenüber der Konkurrenz auszuarbeiten.

Herausforderungen der Baubranche im Blickpunkt

Bevor wir uns den Trends des Jahres 2024 zuwenden, ist es sinnvoll, einen Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Baubranche zu werfen. Die Energie- und Rohstoffpreise haben sich zu einem erheblichen Geschäftsrisiko entwickelt. Eine Umfrage des DIHK zu Beginn des letzten Jahres zeigt, dass 79% der Bauunternehmen dies als Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung betrachten. Der Fachkräftemangel bleibt ebenso ein bedeutendes Risiko, da laut Schätzungen der IG Bau rund 300.000 Fachkräfte im deutschen Baugewerbe fehlen. Aber welche digitalen Trends werden nun die Baubranche im Jahr 2024 antreiben und damit bestehende Risiken minimieren?

Infografik zeigt Trends der Baubranche 2024

Trend Nr. 1: Digitale Baustellen durch digitale Technologien und Integration

In der aktuellen Zeit der digitalen Transformation erlebt die Baubranche einen starken Wandel hin zu effizienteren und flexibleren Arbeitsmethoden. Der Einsatz digitaler Technologien ermöglicht nicht nur eine effizientere Zusammenarbeit, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, von jedem Ort aus auf Bauprojekte zuzugreifen, wodurch die Lücke zwischen Baustellen und Büros geschlossen wird. Denn eine digitale Baustelle ermöglicht eine nahtlose Koordination zwischen verschiedenen Baubeteiligten durch den Einsatz von fortschrittlichen Tools wie Building Information Modeling oder einem Dokumentenmanagement-System. Und mit nachhaltigen Technologien tragen Bauunternehmen nicht nur zur digitalen Transformation bei, sondern unterstützen laut Gartner auch das ökologische Gleichgewicht und erfüllen ESG-Anforderungen.

Integrationskompetenz bei der Digitalisierung im Bauwesen ist gefragt

Die Digitalisierung der Bauwirtschaft erfordert nicht nur den Einsatz fortschrittlicher Technologien, sondern auch eine reibungslose Integration in bestehende Tools und Systeme. Die nahtlose Anbindung an bereits etablierte Softwarelösungen in der Branche spielt eine entscheidende Rolle im Jahr 2024, um die Effizienz weiter zu steigern und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Parteien zu optimieren. Die Integrationsmöglichkeiten der Software von d.velop in bestehende Tools und Systeme der Baubranche schafft eine umfassende Plattform für die digitale Transformation. Durch die Verknüpfung von Kommunikation, Dokumentenmanagement und Integration in etablierte Softwarelösungen entsteht eine durchgängige Lösung, die die Effizienz steigert, Fehler verringert und die Zusammenarbeit auf den Baustellen revolutioniert.

Infografik zeigt die d.velop platform

Trend Nr.2: Künstliche Intelligenz als Treiber der Digitalisierung im Bauwesen

Die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Baubranche gewinnt zunehmend an Bedeutung, und Gartner prognostiziert für die kommenden Jahre eine drastische Veränderung. Gartner prognostiziert, dass bis 2026 mehr als 80 Prozent der Unternehmen Generative-KI-APIs nutzen werden, was einen tiefgreifenden Einfluss auf die Branche haben wird. Dieser Trend verspricht nicht nur eine technologische Revolution, sondern auch eine nachhaltige Veränderung der Bauprozesse. Die prognostizierte Verbreitung von künstlicher Intelligenz deutet darauf hin, dass die Baubranche in erheblichem Maße von den Möglichkeiten profitieren wird.

Generative-KI-Algorithmen

Diese Technologie ermöglicht nicht nur die Automatisierung von Aufgaben, sondern auch die Generierung neuer Ideen und Lösungsansätze. Von der Planung bis zur Umsetzung können Generative-KI-Algorithmen dazu beitragen, innovative und effiziente Wege in Bauprojekten zu finden. Es revolutioniert nicht nur einzelne Aspekte von Bauprojekten, sondern den gesamten Ablauf. Durch die Integration von KI in Planung und Ausführung können Unternehmen ihre Effizienz steigern und gleichzeitig die Qualität ihrer Arbeit verbessern. Die Fähigkeit von KI, große Datenmengen in Echtzeit zu analysieren, ermöglicht eine präzise Steuerung von Bauprojekten und trägt zur Vermeidung von Fehlern bei.

Künstliche Intelligenz in Verwaltungsprozessen

Ein zentraler Bereich, in dem Künstliche Intelligenz ihre volle Kraft entfaltet, ist die Verwaltung von Dokumenten und die Einhaltung von Qualitätsstandards. Traditionell war dies eine zeitaufwändige und fehleranfällige Aufgabe. Durch den Einsatz von KI können Bauprojekte von der automatischen Identifizierung und Organisation von Dokumenten bis zur Überwachung von Qualitätsstandards in Echtzeit profitieren. Dies dient nicht nur der Beschleunigung der Prozesse, sondern minimiert auch das Risiko von Fehlern.

Optimierung der Bauprojektverwaltung: KI-basierte Rechnungsverarbeitung im Fokus

Die von Gartner prognostizierte Verbreitung von Generative-KI-APIs bis 2026 signalisiert einen Wendepunkt für die Baubranche in diesem Jahr. Künstliche Intelligenz wird nicht nur zu einem integralen Bestandteil der Bauprozesse, sondern auch zu einem Treiber für Effizienz, Qualität und Innovation. Unternehmen, die frühzeitig auf diesen Trend setzen und KI in ihre Strategien integrieren, werden nicht nur die aktuellen Herausforderungen meistern, sondern auch die Zukunft der Baubranche aktiv mitgestalten.

Trend Nr.3: Die Schlüsselrolle der digitalen Kommunikation

In der Ära der Digitalisierung spielt die Kommunikation eine zentrale Rolle, insbesondere in Branchen wie dem Baugewerbe, in denen Teams oft an verschiedenen Baustellen arbeiten. Der Trend zur einfachen, digitalen Kommunikation wird durch mobile Lösungen wie Apps und Tools vorangetrieben, die nicht nur die Erreichbarkeit verbessern, sondern auch den Informationsaustausch positiv beeinflusst. Mobile Lösungen, darunter Mitarbeiter-Apps, spielen eine entscheidende Rolle dabei, die Barriere zwischen operativen Mitarbeiter:innen und der Geschäftsführung zu überwinden.

Einbindung von Non-Desk-Workern

Durch die Echtzeitkommunikation wird die Erreichbarkeit erleichtert, und Mitarbeiter:innen können jederzeit und überall auf wichtige Informationen zugreifen. Ein entscheidendes Merkmal von digitaler Kommunikation ist die Unterstützung sowohl der Top-Down- als auch der Bottom-Up-Kommunikation. Die Geschäftsführung sowie die Führungskräfte können wichtige Informationen und Richtlinien effektiv an die operativen Mitarbeiter:innen kommunizieren. Gleichzeitig ermöglichen die digitale Kommunikation auch den Mitarbeiter:innen, ihre Perspektiven, Ideen und Rückmeldungen unkompliziert zurückzugeben. Dies schafft eine offene Kommunikationskultur und fördert die aktive Beteiligung der Non-Desk-Worker am Unternehmensgeschehen.

Kollaborative Arbeitsumgebung

Verschiedene Apps ermöglichen nicht nur die Übermittlung von Nachrichten, sondern auch den Austausch von Dokumenten, Plänen und anderen wichtigen Informationen. Dies schafft eine vernetzte Arbeitsumgebung, in der Teams nahtlos zusammenarbeiten können, unabhängig von ihrem Standort. Die einfache, digitale Kommunikation durch Mitarbeiter-Apps ist ein entscheidender Trend, der die Effektivität von Bauprojekten steigert. Der Einsatz von fortschrittlichen Lösungen wie der Mitarbeiter-App oder Trust Spaces von d.velop ermöglicht nicht nur eine bessere Erreichbarkeit und Informationsaustausch, sondern schafft auch eine vernetzte und kollaborative Arbeitsumgebung. Unternehmen, die diesen Trend frühzeitig erkennen und innovative Kommunikationslösungen implementieren, positionieren sich als Vorreiter in der Branche und fördern ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Referenzstory Unternehmensgruppe Terhalle

Wie die Mitarbeiter-App und die d.velop postbox bei Terhalle einen digitalen Hype auslöst.

Trend Nr.4: Die Cloud als Treiber der Digitalisierung im Bauwesen

In der heutigen dynamischen Bauwelt hat sich die Cloud von einer einfachen Technologieoption zu einem entscheidenden Treiber für digitale Transformation und Wettbewerbsfähigkeit entwickelt. Die Migration in die Cloud ist nicht mehr nur eine Überlegung, sondern vielmehr ein wichtiger Schritt, der Bauunternehmen zahlreiche Vorteile bietet.

Agilität schaffen

Denn die Cloudsysteme ermöglichen einen schnellen und unkomplizierten Rollout von Anwendungen und Diensten. Im Gegensatz zu herkömmlichen On-Premises oder hybriden Infrastrukturen, die zeitaufwändige Installations- und Konfigurationsprozesse erfordern, können Unternehmen in der Cloud Anwendungen nahezu sofort bereitstellen. Dieser schnelle Rollout verbessert die Agilität von Bauunternehmen erheblich, da sie schnell auf neue Marktanforderungen, Kundenbedürfnisse oder interne Anforderungen reagieren können.

Hohe Verfügbarkeit

Die Cloud bietet eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Systemen und Integrationen. Durch den Einsatz redundanter Server und Rechenzentren wird sichergestellt, dass Anwendungen und Dokumente jederzeit zugänglich sind. Dies ist besonders wichtig, um Ausfallzeiten zu minimieren und eine kontinuierlich hohe Leistung der IT-Infrastruktur zu gewährleisten. Die optimale Performance der Cloud-Systeme trägt dazu bei, dass Bauunternehmen ihre Geschäftsprozesse effizienter gestalten können. Sie müssen keine teure Hardware kaufen und warten, sondern können auf skalierbare Cloud-Ressourcen zugreifen und nur für die tatsächlich genutzten Kapazitäten bezahlen. Ein wesentlicher Vorteil der Cloud ist die Möglichkeit, Kapazitäten flexibel anzupassen, dies ist besonders relevant für Bauunternehmen, die mit schwankenden Arbeitslasten, saisonalen Anforderungen oder Kosten in den nächsten Jahren konfrontiert sind. In der Cloud können Ressourcen schnell hoch- oder herunterskaliert werden, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.

Insgesamt spielt die Cloud eine entscheidende Rolle bei der digitalen Transformation 2024 von Bauunternehmen. Sie bietet nicht nur technische Vorteile, sondern ermöglicht es Unternehmen auch, flexibler und kosteneffizienter zu agieren. Die Expertise von d.velop bei der Cloud-Migration trägt dazu bei, dass Bauunternehmen die Potenziale der Cloud optimal nutzen und ihre digitale Transformation erfolgreich gestalten können.

Wir haben von einem Storage-Verfahren auf ein anderes transferiert, das fällt überhaupt nicht auf für den Anwender. Es gibt da keine Down-Time oder irgendwas, weil einfach Sachen von einer Plattform zur anderen kopiert werden und d.velop documents das intern weiß.

Carsten Thielking, Head of IT Management, Julius Berger International

Trend Nr.5: Cybersicherheit im Baugewerbe: Schutz vor Cyberangriffen bei der Digitalisierung im Bauwesen

In einer Zeit, in der vernetzte Systeme und Datensätze immer mehr zunehmen, gewinnt die Cybersicherheit bei der Digitalisierung im Baugewerbe zunehmend an Bedeutung. Die digitale Transformation der Baustellen im Jahr 2024 stellt Unternehmen vor die Herausforderung, Baudokumente und die Systemlandschaft vor potenziellen Cyberangriffen zu schützen. In diesem Kontext wird die Implementierung intelligenter Sicherheitskonzepte und -technologien zu einer essenziellen Maßnahme, um sensible Bauprojektdaten zu sichern und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die zunehmende Bedrohungslage erfordert proaktive Ansätze, um Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Ein zentraler Baustein für effektives Cyber-Risikomanagement ist die Integration intelligenter Sicherheitslösungen, die reaktive, sowie auch präventive Maßnahmen umfassen. Hierbei spielen sowohl technologische als auch organisatorische Aspekte eine entscheidende Rolle.

Cyber-Risikomanagement gewinnt an Bedeutung

Durch eine ganzheitliche Herangehensweise, die sowohl technologische als auch organisatorische Maßnahmen umfasst, können Bauunternehmen ihre Bauprojekte und Systeme vor digitalen Angriffen schützen. Luca Rodermund, Head of Sales & Business Development Cyber, AON, betont in seinem Beitrag beim d.velop Innovation for Industry die Wichtigkeit eines effizienten Cyber-Risikomanagements. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist nicht nur eine präventive Maßnahme, sondern auch ein entscheidender Schritt in Richtung einer sicheren digitalen Zukunft für die Baubranche im Jahr 2024.

Neue Perspektiven für das Jahr 2024: Innovationskraft der Digitalisierung im Baugewerbe

Das Jahr 2024 verspricht eine Fortsetzung der Veränderungen und Innovationen, die die Baubranche prägen. Die Einführung neuer Kommunikationswege, die Implementierung digitaler und automatisierter Prozesse sowie die Förderung von Zusammenarbeit stehen im Fokus dieser Entwicklung. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben eindrücklich gezeigt, dass der gezielte Einsatz neuer Technologien und digitaler Lösungen von entscheidender Bedeutung ist, um langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern – insbesondere im Baugewerbe.

Die Top 5 der Trends zur Digitalisierung im Bauwesen stellen Bauunternehmen vor die Herausforderung, nicht nur mit dem Wandel Schritt zu halten, sondern auch aktiv Gestalter ihrer Zukunft zu werden. Die Fokussierung auf digitale Baustellen, die Integration von KI, die Förderung einfacher, digitaler Kommunikation, die Nutzung der Cloud als Treiber der digitalen Transformation und nicht zuletzt die Priorisierung von Cybersicherheit sind entscheidende Schritte auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und innovativen Baubranche. Die bewusste Auseinandersetzung mit diesen digitalen Herausforderungen ermöglicht es, nicht nur effektiv, sondern auch äußerst effizient aufgestellt zu sein. So setzen innovative Unternehmen ein nachhaltiges Zeichen in der Wirtschaft und gestalten ihre eigene Erfolgsgeschichte in einem Jahr, das von wegweisenden Entwicklungen und digitaler Transformation geprägt ist.

Einsteiger-Guide: Unternehmensprozesse digitalisieren