Mit Hilfe von eHealth Technologien im Gesundheitswesen Schritt halten

Vor kurzem hat es auch mich erwischt – ein grippaler Infekt. Der Gang zum Hausarzt folgte. Im Wartezimmer lagen diverse Infomaterialien aus. Ein Flyer fiel mir direkt ins Auge: „Studiengang eHealth – IT im Gesundheitswesen“. Ich war verwundert: Ein Studiengang zum Thema eHealth? Klar, die Gesundheitsbranche gehört zu den Branchen, die am meisten von der Digitalisierung betroffen sind. Aber ein eigener Studiengang für IT im Gesundheitswesen? Ich begab mich auf Spurensuche. Laut der Broschüre prägen gerade die Schnittstellen zwischen IT, Betriebswirtschaftslehre und Medizin den Studiengang eHealth. Absolventen gehören nach erfolgreich abgeschlossenem Studium zu begehrten Fachkräften im Gesundheitswesen:

Gesundheitswesen: Wachstumsbranche auf Expansionskurs

Betrachtet man das Gesundheitswesen genauer, wird schnell klar, wie wirtschaftlich interessant die Branche ist und auch in den kommenden Jahren sein wird. Die Gesundheitswirtschaft ist eine Wachstumsbranche auf Expansionskurs. Zwar sinkt die Anzahl an Krankenhäusern, aber die Zahl an ambulanten Operationen steigt beträchtlich und das bedeutet zeitgleich einen Anstieg an einzelnen Vorgängen und Abwicklungen von Prozessen, die tagtäglich anfallen. Und das nicht nur in Krankenhäusern oder Kliniken. Auch Ärzte, Pflegeeinrichtungen, Labore und Krankenversicherungen sind von der steigenden Anzahl an Vorgängen im Gesundheitsbereich betroffen. Und genau hier kommt der Begriff eHealth ins Spiel.

Definition eHealth: Einsatz digitaler Technologien im Gesundheitswesen

Der Sammelbegriff eHealth steht für den Einsatz von digitalen Technologien im Gesundheitswesen. Diese Technologien können zum Beispiel eine schnellere Verfügbarkeit und Übersicht von Patientenakten und Arztdokumente sicherstellen. Gute Beispiele für Electronic Health Technologien sind die elektronische Patientenakte, Krankenhausinformationssysteme (KIS), Gesundheitsportale, Online-Apotheken, Krankenversicherungs-Apps und, und, und… Die Liste an digitalen Diensten, die im Gesundheitsbereich ihren Einsatz finden, sind mittlerweile vielfältig, behandeln sie doch die Information, Kommunikation, Transaktion und Integration zwischen Patient, Arzt und Versicherung auf vielfältigste Weise.

eHealth Gesetz fordert bis 2018 digitale Infrastrukturen

Wie wichtig das Thema ist, zeigt das eHealth-Gesetz, das in Deutschland eingeführt wurde und das besagt, dass bis Mitte 2018 Arztpraxen und Krankenhäuser flächendeckend an eine digitale Infrastruktur angeschlossen sein sollen. Seinen Anfang nahm das eHealth-Gesetz mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) im Januar 2015. Die elektronische Gesundheitskarte beinhaltet das Lichtbild des Versicherten und alle relevanten Stammdaten, wie beispielweise Name, Geburtsdatum, Anschrift, Versichertennummer und -stand. Daneben sollen aber auch die Daten der jeweiligen elektronischen Patienteninformationen wie Notfall- und Medikamentendaten sowie Daten über in Anspruch genommene Leistungen gespeichert sein.

Wichtig jedoch: Der Patient entscheidet, welche Daten gespeichert werden sollen. Und eine entscheidende Rolle spielt bei dem eHealth-Gesetz natürlich auch die Datensicherheit. So sollen die Daten vor „Verlassen“ der Arztpraxis verschlüsselt werden, sodass kein Missbrauch damit betrieben werden kann – entwickelt zum Beispiel von Absolventen von eHealth-Studiengängen.

Falls Sie nicht bis zu einem grippalen Infekt warten möchten, um sich über weitere Themen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen zu informieren, kommen Sie doch einfach zur conhIT – der Leitmesse für innovative IT im Healthcare-Bereich. Hier stellt d.velop unter anderem die d.3ecm-Patientenakte als aktenbasierte Lösung zur Ablage und Recherche medizinischer Patientendokumentationen vor.

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Kathrin Wischka von Borczyskowski

Content Marketing Manager, d.velop AG