Digital Workplace: der Arbeitsplatz der Zukunft im Wandel der Zeit

Einen kurzen, aber dennoch schlüssigen Blog-Artikel zum Thema Digital Workplace zu verfassen, ist eine große Aufgabe und somit eine echte Herausforderung

Warum? Nun, immerhin betreten wir hier ein ungeheuer weites Definitions-Feld, auf dem man sich auch leicht verirren kann bzw. Gefahr läuft, sich im Unkonkreten zu verlieren.

„Digital Workplace“, das klingt zunächst nach einem dieser typischen IT-Akronyme, die in Fachkreisen leidenschaftlich diskutiert und stetig geschärft werden, dem IT-Anwender aber in aller Regel recht wenig unmittelbaren Erkenntniswert, geschweige denn eine Idee für konkrete Handlungsempfehlungen geben.

Laut einer Studie von Crisp Research führen bereits jetzt mehr als 80% der Unternehmen in Deutschland den Digital Workplace ein oder befinden sich in der konkreten Planungsphase. Das ist aber nur ein Indiz von vielen dafür, dass dieser Begriff für viele Entscheider äußerst relevant ist. Im Zeitalter von Quantensprüngen in der technologischen Entwicklung suchen viele Verantwortliche Orientierung auf der Suche nach der idealen digitalen Arbeitsumgebung.

Und genau dabei kann der Begriff des Digital Workplace tatsächlich helfen.

Die richtige Philosophie, die richtige Arbeitsumgebung, die richtigen Technologien

Genauso wie digitale Technologien und Trends unsere Gesellschaft durchgreifend verändern, verändert sich die Art und Weise, in der wir arbeiten: für uns selbst als Individuum oder zunehmend vernetzt in flexiblen, netzwerkartigen Gruppen.

Es geht also im Kern um das „digitale Miteinander“, um die richtige Philosophie, die richtige Arbeitsumgebung und die richtigen Technologien, die es Ihren Mitarbeitern ermöglichen, jederzeit engagiert und mit Freude ihr Bestes zu geben und ihr gesamtes Potenzial zu entfalten.

Und damit hat der Digital Workplace mehrere Ebenen, die weit über Technologie allein hinausgehen. Ich persönlich orientiere mich dabei an diesem Modell des Analysten-Hauses GARTNER:

Gartner Digital Workplace
Digital Workplace Modell des Analysten Hauses GARTNER

Neben Aspekten der physikalischen Gestaltung des Arbeitsplatzes (hier hat übrigens das deutsche Wort „Bürolandschaft“ auch Einzug in den englischen Sprachgebrauch gefunden) geht es um Kulturwandel, fortschrittliche und agile Organisationsformen, Methodik, um effektiv in verteilten Teams zu arbeiten und – natürlich – auch um Technologie.

12 Technologietrends für den Digital Workplace

Die 12 wichtigsten Technologietrends für die Gestaltung des Digital Workplace fasst GARTNER kompakt zusammen:

  1. Ambient Knowledge – (umgebendes Wissen), also Algorithmen, die proaktiv individuelle Informationen an Mitarbeiter ausliefern, abhängig von ihren nach innen und nach außen gerichteten Arbeitsschritten.
  2. Analytics – kontextbezogene Datenanalysetools, die einfach zu nutzen und oft völlig transparent sowie unsichtbar sind.
  3. Production Studio – eine Vielzahl von Audio-, Video- und grafischen Werkzeugen, die es erlauben, Inhalte auf neue Art und Weise zusammenzusetzen und darzustellen.
  4. Immersion Technologies – Technologie, die die Grenzen zwischen der physikalischen, der digitalen und der virtuellen Welt verschwimmen lässt und ein umfassendes „Eintauchen“ (Immersion) ermöglicht.
  5. Bürolandschaft – der bereits oben erwähnte deutsche Begriff als Synonym für eine Arbeitsumgebung, die agiles, motiviertes- und effektives Arbeiten fördert.
  6. Personal Cloud – eine persönliche Umgebung von Diensten, verbunden mit physikalischen Elementen des IoT oder Smart-Homes.
  7. Silo-Busters – also „Monolithen-Killer“, welche organisatorische Barrieren überwinden, indem sie helfen, Ideen zu generieren, Probleme zu lösen und Teams mit einer breiten Erfahrung zusammenführen.
  8. Omni-Comms – das ist das Konzept von umfassenden Collaboration- und Communication-Lösungen, die sich flexibel in jeden geschäftlichen Kontext einfügen.
  9. Workgrids – ein konzeptioneller Ansatz, um Mitarbeiter zu befähigen Applikationen zu entwickeln, zu integrieren oder gar ganze Prozesse zu hacken und neuzugestalten.
  10. Virtual Personal Assistants – ob nun Siri oder Alexa, stellen wir uns auf die sprachgesteuerten flexiblen digitalen Assistenten ein, die uns Aufgaben abnehmen und Informationen in allen Formaten bereitstellen.
  11. Micro-Learning – die in der VR-Brille eingeblendete Bedienungsanleitung für ein Elektro-Gerät das vor einem steht, ist erst der Anfang. Zukünftig lernen wir in kleinen, adaptiven Schritten, buchstäblich on-the-go.
  12. Carbon-CPU – sehr wissenschaftlich und fast schon ethisch belegt: die Verbindung der Analyse des sozialen Verhaltens mit der Neurowissenschaft, um optimiertes Mitarbeiter-Engagement und bestmögliche Geschäftsergebnisse zu erzielen.

Der digitale Arbeitsplatz bei d.velop

Was hat das nun alles mit der d.velop AG und ECM bzw. Enterprise Content Services zu tun?

Sehr viel. Zunächst einmal versuchen natürlich auch wir, die drei Ebenen des Digital Workplace so effektiv zu gestalten, dass wir auch in Zukunft unserem Anspruch, DER Partner im digitalen Wandel zu sein, jederzeit gerecht werden können. Wir arbeiten an unserer „Bürolandschaft“, an unser Organisation, an unserer Kultur und motivieren unsere Kollegen immer mehr, als eigenverantwortliche Unternehmer im Unternehmen zu arbeiten.

Darüber hinaus werden sich auch unsere Angebote und Produkte immer mehr vom reinen Dokumenten-Management, über das Bereitstellen der Informationen bis hin zur Bereitstellung kollaborativer Prozesslandschaften wandeln. Welche der 12 Konzepte wir aktiv aufgreifen werden und welche nicht, das werden wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern diskutieren und erarbeiten.

Der Digital Workplace ist also noch längst nicht zu Ende gedacht. Er wird sich weiter wandeln, ggfs. auch um Elemente erweitert werden, über die wir heute noch gar nicht nachdenken. Die Überschrift „der Arbeitsplatz der Zukunft im Wandel der Zeit“ passt also – und klingt dazu noch so schön literarisch!

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